Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2007

12:28 Uhr

Motorsport Formel1

"Schumi II" peilt ersten Toyota-Sieg an

Zwei Monate vor Saisonbeginn in der Formel 1 träumt Toyota-Pilot Ralf Schumacher vom großen Wurf. "Wir sind wirklich heiß auf den ersten Sieg", so der 31-Jährige bei Präsentation des neuen Tf107-Boliden in Köln.

Acht Wochen vor dem Startschuss der neuen Formel-1-Saison zeigt sich Toyota-Pilot Ralf Schumacher von seiner optimistischen Seite. "Wir sind wirklich heiß auf den ersten Sieg, für den das Team in den vergangenen fünf Jahren hart gearbeitet hat", sagte der 31-Jährige bei der Präsentation des neuen Tf107-Boliden in Köln. Von den Erfahrungen im Vorjahr werde man profitieren. "Der Motor ist so gut wie fertig und an den Problemen hinsichtlich der Zuverlässigkeit wird auch gearbeitet."

Schumacher sieht die Tatsache, dass in dieser Saison, die am 18. März im australischen Melbourne beginnt, alle Teams mit Bridgestone-Reifen fahren müssen, als besondere Herausforderung: "Es wird noch schwieriger werden. Zuvor konnte man einen Reifen für das Auto herstellen, diese Möglichkeit fehlt jetzt."

Nach der Umstellung vom V10- auf den V8-Motor 2006 hatten Schumacher, dessen Drei-Jahres-Vertrag zum Saisonende ausläuft, und sein italienischer Teamkollege Jarno Trulli zusammen lediglich 35 Punkte eingefahren.

Von Anfang an ein gutes Gefühl

"Es ist das dritte Auto in meiner Karriere, von dem ich sagen kann, dass es sich von Anfang an sehr gut anfühlt", sagte "Schumi II" bei der Vorstellung des neuen Toyota-"Renners" in der Veranstaltungshalle Expo XXI nahe der Kölner Innenstadt. Toyota geht mit dem ersten Saisonrennen in Melbourne in seine sechste Formel-1-Saison und feiert in diesem Jahr 50 Jahre Motorsport. Wie Schumacher äußerte sich auch Teamkollege Trulli positiv: "Ich bin sehr zuversichtlich und erwarte bessere Ergebnisse als in der letzten Saison." Der Italiener will sich bei den Tests Ende Januar ein eigenes Bild vom Tf107 machen.

Optimismus strahlte auch Toyota-Teampräsident John Howett aus. "Unser wichtigstes Ziel ist der erste Sieg, um in der Zukunft um die Weltmeisterschaft mitkämpfen zu können." Nicht abschrecken lassen von nur einem Podiumsplatz 2006 (Schumacher in Melbourne) hat sich auch Teamchef Tsutomu Tomita: "Ich habe ein sehr gutes Gefühl diesbezüglich und denke, wir sollten von der ersten Runde an attackieren."

Vertragsgespräche kommen zu früh

Erst gewöhnen müssen sich alle Fahrer an die neue Reifenregel mit den "Einheitsreifen" von Bridgestone. "Die neuen Reifen sind härter und langsamer", sagte Trulli. Das sei zwar ein Rückschritt, aber man könne dadurch deutlich leichter mit ihnen arbeiten. "Die Autos rutschen jetzt mehr um die Kurve als zuvor und verzeihen Fehler eher", sagte Schumacher, der vermutete, dass sich große Unterschiede zwischen guten und schlechten Teams zeigen werden.

Für Ralf Schumacher und sein in Köln ansässiges Team stehen in dieser Saison noch Gespräche über eine mögliche Verlängerung seines am Jahresende auslaufenden Vertrages an. "Dazu ist es aber noch zu früh. Zunächst konzentrieren wir uns auf das Auto." Hinsichtlich des Karriereendes will sich der 31-Jährige an seinem Bruder orientieren: "Fragen Sie in sechs Jahren noch einmal. Noch habe ich keine Meinung dazu und werde sehen, wie gut es in den nächsten Jahren läuft".

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×