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12.01.2010

09:55 Uhr

Motorsport Formel1

"Schumi" nach erstem Test in Jerez glücklich

Michael Schumacher hat seinen ersten Test für Mercedes in Jerez absolviert. "Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt", sagte der 41-Jährige, der in einem GP2-Boliden testete.

Michael Schumacher sitzt in Jerez im GP2-Boliden. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Michael Schumacher sitzt in Jerez im GP2-Boliden. Foto: Bongarts/Getty Images

Auf dem leuchtend roten Helm prangte erstmals der Mercedes-Stern, der Rennanzug war allerdings noch weiß statt silber - Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher hat in Jerez am Steuer eines GP2-Boliden seinen ersten echten Arbeitstag als neuer Silberpfeil-Werksfahrer erlebt.

"Der Tag war schon allein deshalb gut, weil ich nach langer Zeit mal wieder in einem Auto fahren konnte, das annähernd an die aktuelle Formel 1 herankommt", sagte Schumacher. Der 41-Jährige musste den Testtag wegen des schlechten Wetters zwar etwas früher beenden als geplant, dennoch zog er ein rundum positives Fazit, da alle seine Rennfahrersinne wieder wachgerüttelt wurden, wie er es nach den insgesamt 51 Runden ausdrückte: "Das allein war es schon wert. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt auf der Strecke."

"Schumi" hatte 1 239 Tage Pause

Exakt um 9.07 Uhr machte der siebenmalige Weltmeister am Dienstag bei bewölktem Himmel und 13 Grad in Andalusien seinen ersten Schritt zurück in die "Königsklasse", in der der 41 Jahre alte Kerpener am 14. März in Bahrain nach 1 239 Tagen Pause in seinem 251. Grand Prix wieder auf Punktejagd gehen wird.

Vom 1. bis 3. Februar dürfen Schumacher und sein künftiger Teamkollege Nico Rosberg (Wiesbaden) in Valencia erstmals den neuen Silberpfeil fahren. Das Red-Bull-Team von Vize-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) verzichtet dagegen freiwillig auf diesen Termin, damit Chef-Designer Adrian Newey noch ein paar Tage länger an dem neuen Boliden feilen kann.

Bis Ende Januar sind Testfahrten mit Formel-1-Rennern noch verboten, deswegen wich Schumacher auf das Entwicklungsauto der GP2-Serie aus. Aus dieser Nachwuchsklasse waren in den letzten Jahren Rosberg (2005), Lewis Hamilton (Großbritannien/2006), Timo Glock (Wersau/2007) und Nico Hülkenberg (Emmerich/2009) mit dem Meistertitel in die "Königsklasse" aufgestiegen. Ein GP2-Bolide hat rund 600 PS und damit etwa 150 weniger als die aktuellen Formel-1-Wagen.

Nach der ersten Installationsrunde wurde das Auto noch einmal durchgecheckt, bevor Schumacher um 9.50 Uhr mit einem Fünf-Runden-Block mit der eigentlichen Testarbeit begann. Bis zu der wegen schlechten Wetters verlängerten Mittagspause hatte Schumacher auf der ständig feuchten Piste 39 Runden abgespult.

"Ziel ist natürlich, am Ende wieder ganz oben zu stehen"

Die Strecke in Jerez ist für drei Tage exklusiv für den prominenten Testfahrer reserviert, Medien und Fans mussten draußen bleiben.

Schumacher selbst ist auf jeden Fall wieder heiß auf die Formel 1. Nach der Pause habe er "wieder all die Energie, die mir damals gefehlt hat", sagte er, nachdem er einen Tag vor Weihnachten einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben hatte. Angesichts der Traumkombination seiner früheren Förderer von Mercedes mit seinem alten Freund und Partner Ross Brawn ist der alte Ehrgeiz des Rekordchampions wieder voll entflammt.

Man werde sicher ein Paket haben, "das um die WM mitfahren wird" sagte Schumacher, der selbstbewusst wie eh und jeh Titel Nummer acht anpeilt: "Mein Ziel ist es natürlich, am Ende wieder ganz oben auf dem Treppchen zu stehen."

© SID

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