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30.01.2009

11:33 Uhr

Motorsport Formel1

Sebastian Vettel erwartet lehrreiche Saison

Sebastian Vettel steht nach seinem Wechsel zu Red Bull vor einem lehrreichen Jahr an der Seite von Teamkollege Mark Webber: "Mark hat viel mehr Erfahrung, ich will von ihm lernen."

Sebastian Vettels Ansprüche sind frei von Größenwahn. Foto: AFP SID

Sebastian Vettels Ansprüche sind frei von Größenwahn. Foto: AFP

Sebastian Vettel will nach seinem Wechsel von Toro Rosso zum großen Schwesternteam Red Bull von seinem neuen Teamkollegen Mark Webber lernen. "Mark ist schon lange genug im Geschäft, der gehört zu den besten Fahrern. Er hat viel mehr Erfahrung, und ich will von ihm lernen", sagte der 21 Jahre alte Heppenheimer, im vorigen Jahr in Monza jüngster GP-Sieger der Formel-1-Geschichte, in einem Interview mit dem Monatsmagazin Red Bulletin.

"Ich will vorne sein, sonst wäre ich nicht hier"

Dennoch wolle er natürlich versuchen, schneller als der 32-jährige Australier zu sein. "Ich will vorne sein, sonst wäre ich nicht hier", sagte Vettel, der es als persönliche Niederlage wertet, langsamer als der Teamkollege mit dem gleichen Paket zu sein: "So wie ich das verstehe, muss man jeden schlagen, wenn man der Beste sein will. Ganz egal, ob der einen roten, blauen oder gelben Overall trägt." Und wer den Besten schlage, der sei der Allerbeste.

Hohe Erwartungen setzt Vettel in den vom früheren Weltmeister-Designer Adrian Newey entworfenen Red Bull RB5, der am 9. Februar in Jerez vorgestellt wird. "Ich hoffe natürlich, dass das Auto eine Rakete wird. Adrian ist ein Top-Top-Mann, aber die Formel 1 hängt längst nicht von einem einzelnen Menschen ab. Formel 1 ist mehr und mehr ein Teamsport geworden, allein hast du keine Chance", meinte Vettel.

Vettel: Kaum Verbesserung durch Renault-Motor

Große Verbesserungen durch den Renault-Motor, der mit Genehmigung des Automobil-Weltverbandes FIA stärker werden durfte, erwartet der Hesse nicht. "Der Zeitunterschied, den der Motor ausmacht, ist kleiner als man glaubt. Dennoch: eine Ausrede weniger", erklärte er. Vorteile durch die Umstellung auf profillose Slick-Reifen sieht Vettel auch nicht: "In der Formel 1 sind durchweg keine Pappnasen unterwegs. Selbst wenn man ihnen Dreiräder mit Slicks, Rillenreifen oder sonst was gibt, wird es schwer sein, schneller als diese Leute zu sein, weil sie 99 Komma irgendwas Prozent aus jedem Fahrzeug zu holen gewohnt sind."

Das Magazin Red Bulletin, das seit November 2007 in Österreich (1,1 Mill. Exemplare) und seit Januar 2009 in Großbritannien (300 000 Exemplare) erhältlich ist, geht ab dem 3. Februar auch in Deutschland an den Start. Mit einer Auflage von 410 000 Stück liegt das 100 Seiten starke Blatt ab sofort an jedem ersten Dienstag im Monat den Tageszeitungen Münchner Merkur und tz bei.

© SID

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