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10.01.2008

12:01 Uhr

Motorsport Formel1

Toyota will 2008 "regelmäßig in die Punkte" fahren

Das Formel-1-Team von Toyota hat am Donnerstag in Köln seinen Boliden für die kommende Saison vorgestellt. "Unsere Fahrer sollen regelmäßig in die Punkte kommen", erklärte Teamchef Tadashi Yamashina.

Vor seiner ersten Saison als Stammpilot in der Formel 1 hat Timo Glock ein gesundes Selbstvertrauen an den Tag gelegt. "Der GP2-Titel ist viel wert. Das haben Nico Rosberg und Lewis Hamilton nach ihren Titeln im ersten Formel-1-Jahr bewiesen, und das ist auch mein Ziel", sagte der Nachfolger von Ralf Schumacher bei Toyota im Rahmen der offiziellen Vorstellung des neuen Tf108 in Köln. Hamilton war als Vorgänger Glocks als GP2-Champion im Vorjahr auf Anhieb Zweiter der Formel-1-WM geworden.

"Glock ist der richtige Mann für uns"

Die Team-Oberen halten Glock für stark genug, die nach der desaströsen Saison 2007 mit nur 13 Punkten reduzierten Ziele zu erreichen. "Er ist GP2-Champion, er ist ein hervorragender Fahrer, und er hat Kampfgeist - kurzum: Er ist der richtige Mann für uns", sagte Teamchef Tadashi Yamashina.

Auch John Howett lobte den 25-Jährigen aus Wersau im Odenwald über den grünen Klee. "Timo ist ein junger, hungriger und schneller Fahrer mit einem großen technischen Verständnis", meinte der Toyota-Motorsportpräsident und hält den Vergleich mit seinem britischen Landsmann Hamilton nicht für vermessen: "Als Timo 2006 in die GP2 eingestiegen ist, hat er im zweiten Halbjahr mehr Punkte geholt als Hamilton und war ihm ebenbürtig. Und im vergangenen Jahr hat er diese Serie eindeutig dominiert."

"Timo wird mich motivieren"

So geht Glock nicht mal als eindeutige Nummer zwei bei Toyota in die Saison. Das weiß auch sein Teamkollege Jarno Trulli. "Timo ist ein guter Fahrer. Er wird mir viel Konkurrenz machen, aber mich auch sehr motivieren", sagte der Italiener, der im Vorjahr mit acht Zählern nur drei Punkte mehr einfuhr als Ralf Schumacher.

Nach dieser katastrophalen Ausbeute gehen die Japaner mit Werkssitz in Köln mit vorsichtigeren Zielen ins verflixte siebte Formel-1-Jahr. Teamchef Yamashina forderte jedenfalls nicht mehr ultimativ den ersten Sieg. "Wir sind in der Formel 1, um zu gewinnen - und irgendwann wollen wir das tun", sagte der Japaner: "Aber 2008 wollen wir uns erstmal stark verbessern. Unsere Fahrer sollen regelmäßig in die Punkte kommen und um Podiumsplatzierungen mitfahren können."

"Derzeit nur positiver Druck"

Auch Glock formulierte die kurzfristigen Ziele vorsichtig. "Ich will das Team zurück unter die Top Ten bringen", meinte der Hesse, der nach eigenen Aussagen derzeit "keinen Druck verspürt, und wenn, dann nur positiven". Das komme aber sicher, "wenn ich in den Flieger nach Australien" steige, wo am 16. März das erste Rennen des Jahres steigt.

Bei der Präsentation des neuen Gefährts war Toyota, das den Tf108 am Donnerstag um 10.52 Uhr enthüllte, zeitlich schon die Nummer drei nach den Top-Teams Ferrari und Mclaren-Mercedes. Zumindest den Abstand zu diesen Teams glaubt man auch auf der Strecke reduziert zu haben. "Wir haben härter, schneller und cleverer gearbeitet als die anderen", sagte Howett vollmundig, und Trulli ergänzte: "2007 haben wir gelitten. Jetzt schlagen wir zurück." Nicht zuletzt dank Glock, wie zumindest dessen letztjähriger GP2-Teamchef Paul Jackson glaubt: "Timo wird in derselben Liga spielen wie Rosberg oder Hamilton."

© SID

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