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17.03.2006

12:53 Uhr

Motorsport Formel1

Wechselpoker um Kimi Räikkönen wird fortgesetzt

Der finnische Formel-1-Pilot ist das Objekt der Begierde in der Formel 1: Ferrari, Renault und natürlich auch Mclaren-Mercedes heißen die Kandidaten, die um die Gunst von Kimi Räikkönen buhlen.

Der Wechselpoker um Kimi Räikkönen geht in die nächste Runde: Ferrari, Renault und auch Mclaren-Mercedes heißen die Kandidaten. Nach dem Husarenritt von Bahrain, wo er vom letzten Startplatz noch auf Rang drei nach vorne fuhr, hat jetzt offenbar auch Renault die Jagd auf den "fliegenden Finnen" eröffnet. Laut skandinavischer Medien wollen die Franzosen dem Silberpfeil-Piloten einen Zweijahresvertrag anbieten und dafür eine Gage von insgesamt 48 Mill. Euro zahlen.

"Ich nehme an, dass alle in Frage kommenden Teams durchgespielt werden - und Renault ist da nur ein weiteres in dieser Reihe", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug nach dem freien Training zum Großen Preis von Malaysia (Sonntag acht Uhr MEZ/live bei Premiere und RTL) dem sid. Haug bezog sich dabei auf den Hauptdarsteller selbst: "Fakt ist und bleibt, was Kimi zu diesem Thema sagt. Und das ist, dass er für uns fährt und noch nichts für 2007 entschieden hat."

Räikkönen weist alle Spekulationen zurück Das Interesse von Renault ist verständlich, denn schließlich verlässt Weltmeister Fernando Alonso das Team zum Saisonende und fährt 2007 für Mclaren-Mercedes. Dort dürfte der Spanier trotz aller Dementis vermutlich in Räikkönens Silberpfeil sitzen, mit dann Juan Pablo Montoya (Kolumbien) als Teamkollegen. Gerüchte über einen Vorvertrag bei Ferrari hat der Finne längst zurückgewiesen: "Ich habe nirgends unterschrieben und konzentriere mit ganz auf meine Arbeit bei Mclaren-Mercedes."

Die Finanzierung des Räikkönen-Coups soll für Renault kein Problem sein. Wie die Münchner Abendzeitung berichtet, hat die Konzernspitze bei einem Treffen mit Teamchef Flavio Briatore angeblich schon die Mill. bewilligt, um den Transfer über die Bühne zu bringen. Auch der ehemalige Formel-1-Pilot und RTL-Experte Christian Danner schließt nicht aus, dass Räikkönen im nächsten Jahr für Renault fährt, nicht allein wegen des Geldes: "Das schnellste Auto ist immer noch das beste Argument."

Auch Toyota ist im Rennen

Für den Fall, dass sich Räikkönen nicht nach rein sportlichen Gesichtspunkten entscheidet, scheint sogar ein Wechsel zu Toyota nicht unmöglich. Die Japaner haben mit knapp 400 Mill. Euro den größten Etat aller elf Rennställe, warten aber trotzdem seit dem Formel-1-Einstieg 2002 noch auf den ersten Sieg in der Königsklasse. Beim Saisonstart in Bahrain erlebte Toyota sogar ein Debakel: Ralf Schumacher wurde nur 14., sein Teamkollege Jarno Trulli (Italien) kam nicht über Rang 16 hinaus.

Und noch immer hat Toyota den Grund für die Auftaktpleite nicht beseitigt, wie Ralf Schumacher in Malaysia bekannte: "Ich denke, jeder sieht, dass wir noch eine Menge Arbeit vor uns haben, bis wir siegfähig sind. Das Auto ist nicht einfach zu fahren, weil wir noch immer nicht die richtige Abstimmung zwischen Chassis und Reifen gefunden haben", sagte "Schumi II", für den Kuala Lumpur eigentlich kein schlechtes Pflaster ist: Dort feierte er 2002 seinen vierten von mittlerweile sechs Grand-Prix-Siegen - damals noch in einem Williams-BMW.

© SID

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