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09.03.2006

15:00 Uhr

Die Schonzeit bei Toyota ist für Ralf Schumacher mit dem Start in die neue Formel-1-Saison endgültig vobei. Schumacher steht vor der letzten entscheidenden Hürde. "Nach dem vergangenen Jahr wird von außen und innen erwartet, dass wir gewinnen. Das ist einfach so", sagt der 30 Jahre alte Kerpener vor dem Auftakt am Sonntag mit dem Großen Preis von Bahrain (12.30 Uhr MEZ/live bei Premiere und RTL). Ausgestattet mit dem größten Budget der Königsklasse ist Toyota fast dazu gezwungen, im fünften Jahr des Formel-1-Engagements die ersten Siege zu präsentieren.

Keine Prognose

Weil sich Ralf Schumacher aber vor seiner zehnten Saison in der Königsklasse mit Prognosen über das eigene Auto lieber noch zurückhält, machten zuletzt mal wieder Aussagen über seinen Bruder Michael Schlagzeilen.

"Ferrari ist schwer zu beurteilen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie in diesem Jahr um die WM mitfahren", wiederholte "Schumi II" in einem Interview der Stuttgarter Zeitung und des Kölner Stadt-Anzeigers noch einmal seine Einschätzung für die Saison 2006, für die er momentan Titelverteidiger Renault als Favorit sowie Honda und Mclaren-Mercedes als erste Herausforderer sieht.

"Name mehr Last als Hilfe"

Dass er seinem Bruder die Rückkehr an die Spitze nicht zutraut, habe aber nichts damit zu tun, dass er es ihm nicht gönnen würde. "Das würde mich auch freuen und ich würde als Erster gratulieren", versichert Ralf, für den im Rückblick auf seine bisherige Karriere den Name Schumacher "mehr Last als Hilfe" war. "Natürlich gingen mir die ständigen Vergleiche auf den Geist, aber das hat nach drei Jahren aufgehört. Die Karriere meines Bruders war ja damals schon außergewöhnlich. Die konnte man nicht kopieren, jetzt schon gar nicht mehr", sagte er.

In sechs Jahren bei BMW-Williams nabelte sich Ralf Schumacher ab und feierte seine ersten sechs GP-Siege, auch im direkten Duell mit seinem Bruder. Zum WM-Titel reichte es für ihn bei den Weiß-Blauen aber nicht.

Seit dem vorigen Jahr steht "Schumi II" beim Kölner Toyota-Team unter Vertrag, das 2005 einen großen Schritt Richtung Spitzengruppe gemacht hat. Erste Podiumsplätze gleich zu Beginn der Saison, die erste Pole Position durch seinen Teamkollegen Jarno Trulli, Platz vier in der Herstellerwertung. Obwohl Ralf Schumacher gegen Trulli in der Qualifikation meist der kürzeren zog, war er in der Endabrechnung mit 45 Zählern als Sechster knapp besser als der Italiener (43).

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