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04.01.2008

12:01 Uhr

Die 30. Auflage der Rallye Dakar wird aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden. Der Veranstalter ASO gab diese Entscheidung am Freitagmittag einen Tag vor dem geplanten Start in Lissabon offiziell bekannt. Bereits am Morgen hatte die ASO die beteiligten Hersteller wie VW, Mitsubishi oder KTM vorab informiert. Um 10.00 Uhr Ortszeit war die offizielle Papierabnahme der Teilnehmer vorzeitig beendet worden.

"Die Dakar ist abgesagt, denn wir hatten keine Alternative. Wir sind sehr enttäuscht, dass die Arbeit eines ganzen Jahres von uns und allen Teilnehmern damit umsonst war. Aber das ist nicht das Ende der Dakar", erklärte Dakar-Chef Etienne Lavigne später in einer Pressekonferenz. In einem offiziellen Statement erklärte die ASO, dass die Entscheidung nach "zahlreichen Gesprächen mit der französischen Regierung und besonders dem Außenministerium und der Abwägung derer Empfehlungen" getroffen wurde.

Hintergrund der Absage ist eine Reisewarnung der französischen Regierung für Mauretanien, wo am 24. Dezember vier französische Touristen von Terroristen ermordet worden waren. Drei Tage später waren im Norden des Landes drei Soldaten getötet worden.

In Mauretanien hätten insgesamt acht der 15 Etappen ausgetragen werden sollen. Eine alternative Route gab es nicht.

In der langen Geschichte der Rallye seit 1979 ist es das erste Mal, dass die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen komplett abgesagt wird. Bislang waren lediglich einzelne Etappen ausgefallen. So hatte es beispielsweise 2000 eine Millionen-teure Luftbrücke gegeben, als die Rallye-Organisatoren wegen Terrorwarnungen vier Etappen im Niger abgesagt und alle Teilnehmer nach Libyen ausgeflogen hatten.

© SID

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