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03.01.2008

12:47 Uhr

Motorsport Rallye

Depping: "Mit dem Touareg lauern andere Gefahren"

2 007 war er noch im Race Truck durch den Sand unterwegs, in diesem Jahr startet Dieter Depping im Touareg in die Dakar-Rallye. "Möglichst schnell, dabei aber sicher", will der VW-Werkspilot das Wüstenabenteuer angehen.

Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) spricht VW-Werkspilot Dieter Depping über die am Samstag startende Dakar-Rallye 2008, die er erstmals im VW-Touareg bestreitet.

sid: "Sie haben 2007 schon für das VW-Team an der Dakar-Rallye teilgenommen, damals noch in einem LKW. Was können Sie von den Erfahrungen des vorigen Jahres mitnehmen?"

Dieter Depping: "Es ist grundsätzlich sicher hilfreich, schon mal dabeigewesen zu sein. Dadurch hat man zumindest grundlegende Eindrücke von der Strecke und den besonderen Herausforderungen dieses Rennens. Allerdings ist es mit dem Touareg ein ganz anderes Rennen als mit einem Race-Truck."

sid: "Was ist der größte Unterschied?"

Depping: "Mit dem Touareg sind wir natürlich deutlich schneller. Dadurch lauern ganz andere Gefahren. Hinter jedem Hügel kann einem etwas in die Quere kommen."

sid: "Kann man sich darauf vorbereiten?"

Depping: "Nur zum Teil. Im Unterschied zur klassischen Rallye, wo man sich komplett auf das Gebetsbuch des Co-Piloten verlässt, fährt man bei der Dakar mehr auf Sicht. Schon deshalb, weil man die genaue Route erst einen Tag vor der Etappe erfährt. Im Vorfeld sind immer nur die groben Züge des Rennverlaufs bekannt."

sid: "Wir gehen Sie die Dakar an?"

Depping: "Die Maßgabe ist, zwar möglichst schnell, dabei aber auch sicher zu fahren. Das kann bedeuten, dass man sich am Anfang erstmal vorne ein bisschen heraushält. Viele unserer Gegner haben auch schon deutlich mehr Erfahrung."

sid: "Welche Platzierung ist unter diesen Umständen Ihr Ziel?"

Depping: "Wir peilen zunächst mal Rang fünf an. Alles was darüber hinaus geht, wäre ein schöner Erfolg."

sid: "Wen sehen Sie als schärfste Konkurrenten für das VW-Team?"

Depping: "Am meisten sind sicher Mitsubishi und die BMW des X-raid-Teams zu beachten. Vor allem Mitsubishi, die ja zuletzt siebenmal in Folge gewonnen haben."

sid: "Welche Chance sehen Sie, dass VW mit dem Touareg den ersten Diesel zum Sieg führt?"

Depping: "Man wird sehen, welches Fahrzeug auf welchem Boden mehr Vorteile herausfahren kann. Der Touareg ist auf Geröll sehr gut, dafür haben wir in den Dünen wohl leichte Nachteile. Aber mit Carlos Sainz und Michel Perin haben wir beispielsweise ein Team, dass schon gezeigt hat, dass es um den Sieg mitfahren kann."

sid: "Wie haben Sie die letzten Tage vor dem Rennen verbracht?"

Depping: "Es ging vor allem darum, sich körperlich fit zu halten und den technischen Background aufzufrischen. Es war wichtig, immer wieder selbst am Auto herumzuschrauben, damit man bei kleineren Defekten später so wenig Zeit wie möglich verliert."

sid: "Wie wichtig ist das Verständnis mit Ihrem Co-Piloten Timo Gottschalk?"

Depping: "Das ist ein entscheidender Faktor. Ich fahre seit zehn Jahren mit Timo, und da besteht vollstes Vertrauen. Nur so kann man alles herausholen."

© SID

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