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08.01.2007

17:17 Uhr

Motorsport Rallye

Kleinschmidt auf dem Vormarsch

Jutta Kleinschmidt hat sich bei der 29. Rallye Dakar in der Gesamtwertung weiter nach vorne gearbeitet. Auf der ersten Afrika-Etappe verbesserte sich die 44-Jährige trotz einer erneuten Panne vom 35. auf den 23. Rang.

Selbst ein erneutes Missgeschick auf der ersten Afrika-Etappe bei der 29. Rallye Dakar konnte die Aufholjagd von Jutta Kleinschmidt nicht stoppen. Auf dem dritten Teilstück über 252 Wertungskilometer von Nador nach Er Rachidia/Marokko verbesserten sich die 44 Jahre alte Kölnerin und ihre schwedische Beifahrerin Tina Thörner im BMW X3 des Quandt-Teams in der Gesamtwertung vom 35. auf den 23. Platz.

Nachdem die Dakar-Siegerin von 2001 zum Auftakt von einem Elektroschaden gestoppt wurde, fuhr sie sich diesmal auf einem Kamelgrasbuckel fest. Das Gras unter dem Fahrzeug fing zwar Feuer, doch konnten Kleinschmidt/Thörner die Flammen sofort löschen. "Es ist uns zum Glück gelungen, den Brand zu löschen, bevor er auf das Auto übergreifen konnte. Bis wir uns dann befreit hatten, verging aber weitere Zeit", sagte Kleinschmidt, die rund 15 Minuten durch die Panne verlor.

Sainz führt in der Gesamtwertung

In der Gesamtwertung liegt das Duo nun 1:00:03 Stunden hinter dem spanischen Spitzenreiter Carlos Sainz, der im VW Touareg mit dem französischen Beifahrer Michel Perin die Etappe hinter seinem Teamkollegen Giniel de Villiers mit 25 Sekunden Rückstand auf Platz zwei beendete. Der Südafrikaner liegt damit im Gesamtklassement mit Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof) 1:02 Minuten hinter Ex-Weltmeister Sainz zurück.

Für Ellen Lohr war die Rallye unterdessen bereits diesseits von Afrika beendet. Die frühere DTM-Pilotin aus Mönchengladbach blieb am Sonntagabend mit ihrem Mercedes ML auf der Verbindungsetappe von Portimao/Portugal ins spanische Malaga mit einem Getriebeschaden 30 Kilometer vor dem Ankunftsort liegen und verpasste daher die Fähre nach Marokko.

Lohr ist "starr vor Entsetzen"

"Ich bin starr vor Entsetzen", sagte Lohr, "das ist der Worst Case. Unter normalen Umständen hätte unser Service das Getriebe tauschen können. Aber in der gestrigen Situation hatten sie dazu keine Chance. Unser gesamtes Team hat sehr hart gearbeitet und unsere Sponsorenpartner haben uns in allen Bereichen unterstützt. Wir sind unheimlich enttäuscht."

Das Wüsten-Spektakel stand für Ellen Lohr damit erneut unter keinem günstigen Stern. Bereits im Vorjahr war die 40-Jährige vorzeitig ausgeschieden. In der Gesamtwertung lag sie nach Problemen auf der ersten Etappe weit zurück und hatte mit ihrer französischen Beifahrerin Antonia de Roissard als 141. bereits einen Rückstand von knapp sieben Stunden auf die Spitze.

Bei den Motorradpiloten sicherte sich der Spanier Marc Coma auf seiner KTM den Etappensieg, die Gesamtwertung führt sein Landsmann und Markenkollege Isidre Esteve Pujol an. Am Dienstag führt die 4. Etappe über 679 km von Er Rachidia nach Ouarzazate/Marokko.

© SID

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