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07.01.2006

17:02 Uhr

Motorsport Rallye

Märtin zieht sich mit 30 aus Altersgründen zurück

Der estnische Rallye-Pilot Markko Märtin will nach eigenen Angaben "erwachsen werden" und hat deshalb überraschend seinen Rückzug aus der WM erklärt. Der 30-Jährige fühlt sich für den Rennsport zu alt.

Völlig überraschend hat der Este Markko Märtin am Samstag seinen Rückzug aus der Rallye-WM bekanntgegeben. Der 30-jährige Este fühlt sich nach eigenen Angaben zu alt für den Rennsport. Märtins britischer Co-Pilot Michael Park war im vergangenen September bei einem Unfall während der RAC-Rallye in Wales ums Leben gekommen.

"Mit 30 sollte man erwachsen werden"

"Mit 30 Jahren sollte man erwachsen werden. Es ist schon komisch, wenn zum Beispiel alte Männer einem Ball nachlaufen und dafür auch noch richtig Geld kassieren", sagte der Balte in seiner Heimat. Parks Tod spielte bei der Entscheidung des bisherigen Toyota-Fahrers keine Rolle: "Ich fühle mich sehr traurig, aber nicht schuldig am Unfall. Die Chancen standen 50:50, dass es auch mich hätte treffen können".

Der in Tartu geborene Märtin hatte seine Karriere 1993 begonnen und war 1997 erstmals bei der WM dabei. Als Werksfahrer stand er bei Toyota (2000), Subaru (2001), Ford (2002-2 004) und Peugeot (2005) unter Vertrag.

Die vergangene WM-Saison beendete Märtin als Fünfter, seine beste Platzierung war 2003 der dritte Rang. Bei insgesamt 83 WM-Rennen feierte Märtin, der in einem eigenen Rallye-Team junge Fahrer auf die nationale Meisterschaft in Estland vorbereitet, insgesamt fünf Siege in Griechenland und Finnland (jeweils 2003) sowie Mexiko, Katalonien und Korsika (alle 2004).

© SID

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