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21.01.2007

14:10 Uhr

Motorsport Rallye

Peterhansel und Alphand feiern Doppelsieg

Stephane Peterhansel hat die 29. Rallye Dakar gewonnen. Der Mitsubishi-Pilot siegte mit 7:26 Minuten Vorsprung vor seinem Markenkollegen Luc Alphand. Jutta Kleinschmidt landete im Endklassement auf Rang 15.

Nach 7 915 Kilometern war Stephane Peterhansel am Ziel seiner Träume. Der Franzose feierte bei der 29. Rallye Dakar seinen insgesamt neunten Triumph und setzte sich damit selbst ein Denkmal. Für den Mitsubishi-Piloten war es nach 2004 und 2005 der dritte Sieg in der Automobil-Wertung, sechsmal hatte er bei den Motorrädern für Yamaha gewonnen.

Cyril Depres gewinnt Motorrad-Wertung

Peterhansel entthronte seinen Landsmann und Markenkollegen Luc Alphand, der das sportlich umstrittenene Wüsten-Abenteuer vor einem Jahr dominiert hatte. Diesmal stand der ehemalige Skirennläufer im teaminternen Duell mit Peterhansel aber auf verlorenem Posten und musste sich schließlich mit einem Rückstand von 7:26,00 Minuten geschlagen geben. Bei den Motorrädern triumphierte der Franzose Cyril Depres zum zweiten Mal nach 2005. Damit bescherte er KTM bereits den siebten Sieg in Folge.

Überschattet wurde die Dakar 2007 erneut von schweren Unfällen und tragischen Unglücken. Am Samstag starb der Motorrad-Pilot Eric Aubijoux (Frankreich) an den Folgen eines Herzinfarkts. Auf der 14. Etappe hatte der 42-Jährige nur wenige Kilometer vor dem Ziel das Bewusstsein verloren und konnte nicht mehr reanimiert werden. Ein weiteres Todesopfer gab es am vierten Tag ebenfalls bei den Motorrädern zu beklagen, als Elmer Symons (Südafrika) seinen schweren Verletzungen erlag. Damit kamen bei der Rallye Dakar bislang insgesamt 53 Menschen ums Leben.

Jutta Kleinschmidt auf Rang 15

Bester VW-Pilot war Mark Miller (USA), der im Race Touareg den vierten Gesamtrang belegte. Jutta Kleinschmidt (Köln), die 2001 als erste Frau und bislang einzige Deutsche in Dakar triumphiert hatte, beendete die 29. Auflage nach einer schier unglaublichen Pannenserie ("Das war wie verhext, so viel Pech habe ich noch nie gehabt.") im BMW X3 des X-raid-Teams mit dem Rückstand von 10:28:45 Stunden auf dem 15. Platz. VW feierte am letzten Tag durch Giniel De Villiers (Südafrika) und Carlos Sainz (Spanien) einen Doppelsieg, der aber keinen Einfluss mehr auf das Gesamtklassement hatte.

Obwohl es trotz Millionen-Aufwandes erneut nicht zum erhofften Gesamtsieg gereicht hat, zogen die Verantwortlichen von Volkswagen ein positives Fazit. Sein Team hatte zehn hervorragende Tage, als man Etappensiege erzielte, fünf gute Tage, als man die Etappen auf den Plätzen zwei und drei beendete, und einen rabenschwarzen Tag, als jeweils technische Defekte am Motor die beiden bestplatzierten Fahrzeuge der Wolfsburger aussichtslos zurückwarfen und man alle Siegchancen einbüßte, sagte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen und zeigte sich als fairer Verlierer: "Unsere Glückwünsche gehen an Stephane Peterhansel und Mitsubishi."

Die Aufgaben, die sich Volkswagen nach der Dakar vor einem Jahr gestellt habe, seien alle vollständig gelöst worden. Nissen: "Wir haben uns in allen Bereichen gesteigert: Fahrer und Beifahrer, das gesamte Team, die Logistik und der Race Touareg waren besser als 2006."

Mit dem weiterentwickelten VW Touareg habe sein Team auf allen Etappen das Tempo bestimmt und die Rallye bis zum neunten Tag klar beherrscht. "Wir blicken deshalb auf eine Rallye Dakar zurück, die uns viele tolle Momente, aber auch eine bittere Enttäuschung bescherte", sagte Nissen.

© SID

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