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03.01.2009

08:12 Uhr

Motorsport Rallye

Rallye Dakar debütiert in Südamerika

VW will mit ihren vier Race Touaregs bei der Premiere der Rallye Dakar in Südamerika Geschichte schreiben. Die Wolfsburger wollen als erstes Team mit einem Dieselfahrzeug siegen.

Giniel de Villiers im VW Touareg. Foto: Volkswagen AG SID

Giniel de Villiers im VW Touareg. Foto: Volkswagen AG

Anden statt Afrika, Höhenluft statt Wüstensand: Für die berühmt-berüchtigte Dakar Rallye wird die 30. Auflage eine Reise ins Ungewisse. Aus Angst vor Terroristen findet das PS-Spektakel nach der Absage vor einem Jahr erstmals in Südamerika statt. Der Startschuss fällt heute in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Nach insgesamt 9 578 Kilometern und einem Abstecher ins benachbarte Chile endet das größte Abenteuer im Automobilsport am 18. Januar ebenfalls in Buenos Aires.

Nach zwölf Monaten intensiver Vorbereitung plant Volkswagen mit vier Race Touareg einen Großangriff auf den Gesamtsieg. Sollte das den Wolfsburgern gelingen, würden sie gleich doppelt Geschichte schreiben: Es wäre der erste Triumph der "Dakar" in Südamerika, gleichzeitig wäre es der erste Erfolg einer Marke bei dem weltberühmten Offroad-Wettbewerb mit einem Diesel-Fahrzeug.

Ex-Weltmeister Sainz als Star des VW-Teams

Mit den vier 280 PS starken Marathon-Rallye-Prototypen gehen der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz (Spanien) und Michel Perin (Frankreich), Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof), Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) sowie der viermalige deutsche Meister Dieter Depping und Timo Gottschalk (Wedemark) an den Start.

"Die Rallye Dakar ist eine der größten Herausforderungen im Motorsport. 2009 wird sie noch härter. Unser Ziel ist es, diese Härteprüfung für Mensch und Material erstmals für uns zu entscheiden", sagt VW-Motorsportdirektor Kris Nissen.

Um das zu erreichen, habe sein Team das bestmögliche Paket geschnürt, meint Nissen. VW habe nichts dem Zufall überlassen: "Wir sind optimal für diese neue Herausforderung in Südamerika gerüstet." In der Tat: Den Race Touareg zwei bringt Volkswagen als ausgereiftes Fahrzeug an den Start. Dafür wurde der Diesel-Allradler, der seit 2004 neun Siege und 29 Podiumsplatzierungen sowie 79 von 170 möglichen Etappensiegen - 20 davon bei der Dakar - verbuchte, im Detail weiterentwickelt.

Zuverlässigkeit als Schlüssel zum Erfolg

"Gerade kleine Veränderungen können im Motorsport große Wirkung haben", sagt VW-Technikchef Andreas Lautner: "Deshalb haben wir uns darauf konzentriert, das bereits erfolgreiche Paket in kleinen Schritten zu optimieren und darüber hinaus höchsten Wert auf Standfestigkeit zu legen." Bei ausgiebigen Testfahrten, in denen die Dakar-Distanz mehrfach simuliert wurde, habe der Race Touareg laut Lautner seine "hervorragende Zuverlässigkeit" bewiesen.

Star des VW-Teams ist Sainz. Der Spanier gewann im April die Zentral-Europa-Rallye unter anderem gegen die Dakar-Dauerrivalen von Mitsubishi und X-raid-BMW. "Nach einer perfekten Vorbereitung und mit einem extrem motivierten Team haben wir, aber auch unsere Teamkollegen die Chance, Geschichte zu schreiben", sagt Sainz.

Von Buenos Aires über die Anden

Die Rallye Dakar führt 2009 vom Startort Buenos Aires von Ozean zu Ozean und über extreme Höhen im Schatten von mehr als 6 000 Meter hohen Berggiganten der Anden. Die Tour bietet für die mehr als 500 Teilnehmer mit Autos, Motorrädern, Quads und Trucks neue Aufgaben. "In Südamerika ist jetzt Sommer, es wird noch heißer als bei der Dakar durch Afrika", meint Giniel de Villiers.

"Wir erwarten eine harte und spannende Rallye Dakar und freuen uns auf eine große Begeisterung in der Bevölkerung von Argentinien, ein Land, in dem Volkswagen weit verbreitet ist und auch Autos baut", sagt Nissen: "Es ist Neuland für alle, Erfahrungen von früheren Dakar-Ausgaben helfen nur bedingt, am wenigsten den Beifahrern. Die Chancen sind für alle gleich."

© SID

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