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13.01.2011

20:08 Uhr

Motorsport Rallye

Schrecksekunde für VW-Crews - Erster Toter

Bei der Rallye Dakar in Argentinien hat sich ein Unfall mit den VW-Crews ereignet. Bei einem anderen Unfall verstarb ein einheimischer Autofahrer.

Faszination und Gefahr: Rallye Dakar. Foto: SID Images/pixathlon SID

Faszination und Gefahr: Rallye Dakar. Foto: SID Images/pixathlon

Für die Fahrer und Beifahrer des VW-Werksteams begann die 11. Etappe der Dakar-Rallye am Donnerstagmorgen mit einer Schrecksekunde. Auf dem Weg vom Hotel im argentinischen Chilecito ins Biwak stieß ihr Kleinbus mit einem anderen Auto zusammen. Die Piloten konnten das Fahrzeug aber unverletzt verlassen und mit einem zweiten Bus die Fahrt ins Biwak fortsetzen.

Einheimischer Autofahrer verstorben

Weniger glimpflich ging ein anderer Unfall aus. Um 6.10 Uhr Ortszeit am Donnerstag kollidierte der Argentinier Eduardo Osvaldo Amor (48), der bei seiner zweiten Dakar-Teilnahme noch auf dem Weg vom Ende der Wertungsprüfung ins Etappenziel in Chilecito war, mit einem einheimischen Autofahrer. Der Veranstalter ASO schickte sofort einen Rettungshubschrauber an die Unfallstelle in Tinogasta, rund 150 Kilometer entfernt von Chilecito. Der 42 Jahre alte Landarbeiter Marcelo Reales wurde in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort aber seinen Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft hat bereits eine Untersuchung eingeleitet, Amor konnte seine Fahrt nicht fortsetzen.

Die VW-Crew hatte sich zu der Zeit schon mit ernsten Mienen auf den insgesamt 786 Kilometer langen Weg von Chilecito nach San Juan gemacht, auf dem nach einer kleinen Verkürzung 450 Wertungskilometer auf dem Programm standen. "Ich bin schon ein bisschen nervöser als sonst", sagte der Berliner Co-Pilot Timo Gottschalk, der an der Seite von Nasser Al-Attiyah (Katar) mit einem Vorsprung von 12:37 Minuten vor Vorjahressieger und Teamkollege Carlos Sainz (Spanien) in die drittletzte Etappe ging und gute Chancen auf den ersehnten ersten Gesamtsieg hat.

Die Fahrt nach San Juan konnte auch der siebenmalige deutsche Rallye-Meister Mattias Kahle antreten. Der Kölner war erst um 01.00 Uhr nachts im Biwak angekommen, nachdem er wegen Elektrikproblemen an seinem Buggy liegengeblieben war und aus der Prüfung herausgeschleppt werden musste. Vor der Etappe war er als bester Pilot eines zweiradgetriebenen Autos hervorragender Zehnter gewesen. Die Hamburger Motorradpilotin Tina Meier hat dagegen wegen Nierenschmerzen das Rennen aufgegeben.

© SID

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