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13.01.2009

21:33 Uhr

Motorsport Rallye

Schwerer Unfall überschattet erneuten Sainz-Sieg

Der Spanier Carlos Sainz hat bei der Rallye Dakar mit seinem sechsten Tagessieg die Gesamtführung ausgebaut. Motorradfahrer Cristobal Guerrero fiel nach einem Unfall ins Koma.

Allein auf weiter Flur: Carlos Sainz. Foto: AFP SID

Allein auf weiter Flur: Carlos Sainz. Foto: AFP

Der spanische VW-Pilot Carlos Sainz hat auch in den Sanddünen der chilenischen Atacama-Wüste seine Dominanz bei der Rallye Dakar eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Auf der Königsetappe, die aufgrund der zu geringer Tragfähigkeit des Wüstensandes von den Organisatoren auf 466 Kilometer verkürzt worden war, gelang dem ehemaligen Rallye-Weltmeister auf dem zehnten Teilabschnitt der sechste Tagessieg.

Zweiter wurde der lange führende Amerikaner Robby Gordon (Hummer) mit 21 Sekunden Rückstand. Platz drei belegte Gordons Landsmann Mark Miller, der als Zweiter in der Gesamtwertung nun bereits 27:31 Minuten Rückstand auf seinen Markenkollegen Sainz vorweist.

Die deutsche VW-Hoffnung Dieter Depping verlor dagegen durch einen Unfall erneut Zeit. Beim überqueren einer Sanddüne rutschte er ausgerechnet auf den Honda des deutschen Teams Matthias Kahle/Thomas Schünemann. Beide Duos konnten aber weiterfahren.

Schwerer Unfall

Überschattet wurde die zehnte Etappe erneut von einem schweren Sturz. Der spanische Motorradfahrer Cristobal Guerrero fiel nach einem Unfall ins Koma und musste ins Krankenhaus des Start- und Zielorts Copiapo eingeliefert werden.

Bei der diesjährigen Auflage der Rallye, die erstmals in Südamerika stattfindet, waren zuvor der französische Motorradfahrer Pascal Terry sowie zwei peruanische Fahrer eines Transportfahrzeugs tödlich verunglückt. Insgesamt hat die Rallye Dakar seit ihrer ersten Auflage 1978 56 Menschen das Leben gekostet.

11. Etappe abgesagt

Bei den Motorradfahrern verteidigte der Spanier Marc Coma (KTM) trotz eines Navigationsfehlers seinen Spitzenplatz in der Gesamtwertung. Beim Tagessieg seines Landsmanns Jordi Viladoms (KTM) kam Coma mit 12:17 Minuten Rückstand ins Ziel.

Unterdessen haben die Organisatoren die 11. Etappe am Mittwoch zwischen Copiapo (Chile) und Fiambala (Argentinien) wegen schlechter Wetterprognosen abgesagt. Bereits das 10. Teilstück war aufgrund von Nebel mit zweieinhalbstündiger Verspätung gestartet worden.

© SID

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