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05.01.2011

17:22 Uhr

Motorsport Rallye

VW-Motorsportdirektor Nissen bleibt vorerst im Amt

Trotz der Anschuldigungen bleibt VW-Motorsportdirektor Kris Nissen bis zum Ende der Dakar-Rallye im Amt. Carlos Sainz hat seine Führung auf der vierten Etappe indes ausgebaut.

Sieht sich schweren Anschuldigungen ausgesetzt: Kris Nissen (r.). Foto: SID Images/pixathlon SID

Sieht sich schweren Anschuldigungen ausgesetzt: Kris Nissen (r.). Foto: SID Images/pixathlon

VW-Motorsportdirektor Kris Nissen wird trotz der Anschuldigungen gegen ihn bis zum Ende der Dakar-Rallye am 16. Januar in verantwortlicher Position beim Team in Südamerika bleiben. Wie der Sport-Informations-Dienst (SID) aus Konzernkreisen erfuhr, ist das das Ergebnis eines Meetings des VW-Vorstandes im Beisein von Konzernchef Martin Winterkorn am Mittwoch.

Nissen war in einem Bericht des Focus unter anderem vorgeworfen worden, nach dem Formel-3-Weltfinale im November in Macau in der Hotelbar einen weiblichen Gast beleidigt und der Frau an die Brust gefasst zu haben. Der VW-Konzern, der vorab in einem Brief aus Industriekreisen von den Vorwürfen unterrichtet worden war, hatte eine interne Ermittlung eingeleitet. Nach SID-Informationen soll es dabei darüber hinaus auch um Vorwürfe des Betruges und der Bestechung gehen.

Nissen selbst hat die Anschuldigungen vehement zurückgewiesen. "Die Vorwürfe gegen mich wegen sexueller Belästigung sind komplett haltlos. Es gibt nicht im Entferntesten einen Sex-Skandal. Dafür gibt es mehrere Zeugen, die den ganzen Abend mit mir in der Bar verbracht haben und dies auch bestätigen", sagte der Däne, der mit seinem Team bei der dritten Austragung der Dakar in Argentinien und Chile den dritten Gesamtsieg anpeilt.

Sainz feiert dritten Tagessieg

Bei der 4. Dakar-Etappe von San Salvador de Jujuy/Argentinien nach Calama in Chile über 761km feierte Vorjahressieger Carlos Sainz (Spanien) bereits seinen dritten Tagessieg. Der 48 Jahre alte zweimalige Rallye-Weltmeister und sein spanischer Beifahrer Lucas Cruz gewannen die 207km lange Wertungsprüfung in 1:57:09 Stunden vor ihren VW-Teamkollegen Nasser Al-Attiyah (Katar) mit dem deutschen Beifahrer Timo Gottschalk (Berlin), die 50 Sekunden Rückstand hatten.

VW gewann damit erstmals seit dem werksseitigen Einstieg 2004 die ersten vier Dakar-Etappen. Außerdem feierten die Wolfsburger mit ihrem Race Touareg seit dem ersten Einsatz bei einer Marathon-Rallye zu Saisonbeginn 2004 den 125. Etappensieg. Sainz, der die Führung in der Gesamtwertung auf 4:24 Minuten vor Al-Attiyah ausbaute, gewann zudem wie 2006 das erste, zweite und vierte Teilstück der Dakar.

Rekordsieger Stephane Peterhansel und Jean-Paul Cottret (beide Frankreich) hatten als Dritte der Tageswertung 1:22 Minuten Rückstand auf Sainz/Cruz und bleiben damit auch in der Gesamtwertung auf Rang drei (5:41 zurück) in Schlagdistanz zu den beiden VW-Duos.

© SID

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