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22.03.2006

15:14 Uhr

Motorsport Rallye

"Wüstenkönigin" wartet auf Angebote

Ob Jutta Kleinschmidt bei der Rallye Dakar 2007 wieder für VW an den Start gehen wird, steht in den Sternen. Bislang machte ihr Arbeitgeber keine Anstalten, den im Januar auslaufenden Kontrakt zu verlängern.

Ungewisse Zukunft für Jutta Kleinschmidt: Nach der Bestätigung von Carlos Sainz und Giniel de Villiers als VW-Werksfahrer für die Dakar-Rallye 2007 ist die Zukunft der "Wüstenkönigin" weiter offen. Bislang hat die gebürtige Kölnerin, die 2001 als bislang einzige Frau und einzige Deutsche die berüchtigte Wüstenrallye gewonnen hatte, noch kein konkretes Angebot für eine Verlängerung ihres Ende Januar ausgelaufenen Vertrages vorliegen und beginnt daher auch, nach anderen Optionen zu schauen.

"Es ist richtig, dass es noch kein Angebot an Jutta gegeben hat. Das hatte aber grundsätzlich zeitliche Gründe, einen Termin zwischen uns und ihrem Manager Willi Weber zu finden. Es ist doch normal, dass man sich erst zusammensetzt und über die Möglichkeiten spricht. Deshalb kann es auch noch kein Angebot geben", sagte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Mittwoch. Ein solcher Termin sei aber vereinbart. Weber betreut unter anderem auch den siebenmaligen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher.

Jutta Kleinschmidt zeigte sich im Gespräch mit dem sid ein wenig enttäuscht, dass ihre Zukunft noch nicht geklärt ist. "Deshalb machen wir uns schon Gedanken. Ich war erstaunt, dass man erst mit Carlos und Giniel gesprochen hat", erklärte die gelernte Diplom-Physikerin, die von Anfang an in das VW-Rallye-Projekt eingebunden war.

"Das ist nur professionell"

Eine weitere Zusammenarbeit mit den Wolfsburgern schließt Kleinschmidt überhaupt nicht aus, sie will aber auch nach möglichen Alternativen suchen. "Das ist nur professionell", sagte Kleinschmidt. Top-Autos, mit denen Dakar-Siege möglich sind, würden sich der 43 Jahre alten Wahl-Monegassin neben VW nur bei ihren früheren Arbeitgebern Mitsubishi oder Jean-Louis Schlesser sowie beim privaten BMW-Team von Ex-Mitsubishi-Sportchef Sven Quandt bieten.

Nach den Vertragsverlängerungen mit dem zweimaligen Rallye-Weltmeister Sainz (Spanien) und dem Dakar-Zweiten de Villiers (Südafrika) sowie den Co-Piloten Michel Perin (Frankreich) und Dirk von Zitzewitz (Karlshof) steht VW laut Nissen mit allen anderen Fahrern und Beifahrern der letzten Dakar sowie weiteren Interessenten in Kontakt. Lediglich die schwedische Co-Pilotin Tina Thörner hat um eine Pause gebeten.

© SID

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