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02.07.2015

08:30 Uhr

Motorsport

TV-Sender feilschen um die Formel 1

Quelle:dpa

Der Wettstreit um die TV-Rechte der Formel 1 geht auf die Zielgerade. Obwohl die Quoten in Deutschland zuletzt so schlecht waren wie seit 20 Jahren nicht, gibt es mehrere Interessenten.

Sebastian Vettel im Ferrari lockt bisher keine neuen Zuschauer vor den Bildschirm. dpa

Rechte-Rennen

Sebastian Vettel im Ferrari lockt bisher keine neuen Zuschauer vor den Bildschirm.

HannoverBernie Ecclestone darf sich im Rennen um die TV-Rechte auf ein gutes Geschäft freuen. Für die Motorsport-Fans stellt sich die Frage: Fährt die Formel 1 demnächst nur noch im Pay-TV oder ganz allein bei RTL? Oder gibt es eine Überraschung?

„Auch wenn die Zuschauerzahlen in den letzten Jahren rückläufig waren, ist und bleibt die Formel 1 eines der attraktivsten Sportangebote überhaupt”, betonte RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer: Daher habe RTL „immer betont, dass wir grundsätzlich an einer Verlängerung unseres TV-Vertrages interessiert sind”.

Allerdings möchte der Privatsender angesichts der gesunkenen Quote und den daher gefallenen Werbeeinnahmen weniger zahlen. 30 bis 35 Millionen statt 50 Millionen pro Jahr spekulierte die „Wirtschaftswoche”. Bestätigt wird das von RTL nicht.

Erster RTL-Konkurrent ist Sky, da ARD und ZDF abgewunken haben. Dass Überraschungen beim Medien-Poker durchaus möglich sind, zeigte sich Anfang der Woche, als das IOC die Olympia-Rechte für Europa an den amerikanischen Eurosport-Mutterkonzern Discovery verkaufte.

Die Budgets und Mitarbeiter der Formel-1-Teams

Ferrari

Budget: 240 Millionen Euro
Mitarbeiter: 700

Mercedes

Budget: 250 Millionen Euro
Mitarbeiter: 550

Red Bull

Budget: 240 Millionen Euro
Mitarbeiter: 640

Williams

Budget: 140 Millionen Euro
Mitarbeiter: 500

McLaren

Budget: 230 Millionen Euro
Mitarbeiter: 560

Force India

Budget: 95 Millionen Euro
Mitarbeiter: 320

Toro Rosso

Budget: 120 Millionen Euro
Mitarbeiter: 320

Lotus

Budget: 85 Millionen Euro
Mitarbeiter: 500

Sauber

Budget: 100 Millionen Euro
Mitarbeiter: 300

Sky ist auf jeden Fall im Rennen. Der Pay-TV-Sender überträgt bisher parallel, will das aber in dieser Form nicht mehr. Sky-Chef Carsten Schmidt erklärte kürzlich auf einem Kongress des Fachmagazins „Sponsors”: „Fakt ist, dass unser Geschäftsmodell Exklusivität im Content beinhaltet. Nach 20 Jahren Junior-Partnerschaft schauen wir, was möglich ist.”

Ausgeschlossen ist für RTL das englische Modell mit einem Wechsel von Übertragungen im Free- und im Pay-TV. Unmissverständlich erklärte der Kölner Privatsender: „Was wir machen, das machen wir zu 100 Prozent. Kontinuität und Verlässlichkeit sind ganze wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Zuschauerbindung. An einer Splittung der TV-Rechte auf dem deutschen Markt kann deshalb kaum jemand interessiert sein.”

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