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18.11.2012

17:48 Uhr

Neue Rennstrecke in Texas

Der deutsche Formel 1-Architekt

Der „Circuit of the Americas“ in Texas wurde mit dem Rennen am Sonntag eingeweiht. Der Aachener Bauingenieur Hermann Tilke hat die neue Rennstrecke in Austin mitentworfen. Im Interview verrät er die Tücken der neuen Piste.

Der deutsche Formel-1-Architekt Hermann Tilke hat auch die jüngste Rennstrecke in Austin mitentworfen. dpa

Der deutsche Formel-1-Architekt Hermann Tilke hat auch die jüngste Rennstrecke in Austin mitentworfen.

AustinWelche Idee haben Sie beim Streckenbau in Austin verfolgt?
Tilke: „Natürlich wollten wir etwas Besonderes machen, was man ja immer wieder versucht. Wir haben jeden Hügel ausgenutzt, es geht andauernd berghoch und bergrunter, das macht diese Strecke aus. Es gibt schnelle Kurvenkombinationen, die über diese Hügel führen. Das macht es besonders interessant.“

Mit welchem Schwierigkeitsgrad müssen denn gerade die beiden Titelkandidaten Sebastian Vettel und Fernando Alonso rechnen?
Es ist schon eine der schwierigen Strecken. Das ist natürlich relativ, weil die Formel-1-Fahrer eben Vollprofis sind und das sehr schnell lernen. Das ist immer wieder erstaunlich. Aber es ist leicht, Fehler zu machen, und schwierig, das Auto so abzustimmen, dass es für die ganze Strecke passt.

Die größten Sieger des Grand Prix

Michael Schumacher (1)

Michael Schumacher, aus Deutschland, führt die Statistik mit ganzen 91 Siegen seit 1991 an.

Alain Prost (2)

Der Franzose Alain Prost sicherte sich in seiner Formel1-Karriere von 1980-1993 insgesamt 51 Siege.

Ayrton Senna (3)

Der Brasilianer gewann insgesamt 41 mal in seiner Karriere von 1984 bis 1994.

Nigel Mansell (4)

Nigel Mansell, aus England, siegte 31 mal in der Zeit zwischen 1880 und 1995.

Fernando Alonso (5)

Auf Platz 5 steht der Spanier Fernando Alonso mit 27 Siegen seit 2001 - er fährt jedoch immer noch.

Jackie Stewart (6)

Der Schotte Jackie Stewart liegt mit Alonso von der Anzahl der Siege gleich auf (27) allerdings, endete seine Karriere schon 1973.

Niki Lauda (7)

Der Österreicher Niki Lauda siegte insgesamt 25 mal, während seiner Karriere von 1971 bis 1985.

Jim Clark (8)

Auf Platz 8 findet sich erneut ein Schotte, diesmal Jim Clark, der zwischen 1960 und 1968, 25 Grand-Prix-Siege einfuhr.

Juan Manuel Fangio (9)

Juan Manuel Fangio folgt auf Platz 9 mit 24 Siegen, zwischen 1950 und 1958.

Nelson Piquet (10)

Der Brasilianer Nelson Piquet belegt, mit seinen im Zeitraum zwischen 1978 und 1991 errungenen 23 Siegen, Platz 10.

Damon Hill (11)

Auf Platz 11 findet sich der Engländer Damon Hill mit insgesamt 22 Siegen.

Sebastian Vettel (12)

Das Nachwuchstalent Sebastian Vettel, belegt im internationalen vergleich zwar „nur" Platz 12, allerdings fährt er auch erst seit 2007.

Wie sind Sie mit den Problemen während der Bauphase umgegangen?
Die Bodenverhältnisse waren nicht einfach, wir mussten viel Boden austauschen. Dann mussten wir uns überlegen, wie wir die Bauwerke stabil kriegen. Dass es drei Monate Baustopp gab, ist ja auch bekannt. Das hat der amerikanische Bauunternehmer aber mit uns zusammen gut ausgleichen können.

Warum greift die Formel 1 denn immer wieder auf Sie für ihre Strecken-Neubauten zurück?
Wir haben eben viel Erfahrung. Das soll nicht arrogant klingen, aber wir machen vielleicht die wenigsten Fehler und bringen die verschiedenen Interessen am besten zusammen. Wir haben insgesamt 65 Rennstrecken gebaut, nicht nur für die Formel 1. Diese Erfahrungen haben wir auch auf andere Projekte übertragen. Wir müssen immer auf den Punkt fertig sein. Das Rennen wird zwei Jahre vorher angekündigt, wenn wir gerade anfangen zu bauen. Wir können es uns nicht leisten, eine Woche später fertig zu werden.

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