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09.01.2006

09:11 Uhr

Ralley Dakar

Kleinschmidt vergräbt Siegchancen im Sand

Jutta Kleinschmidt vergräbt ihre Siegchancen im Sand. Die VW-Pilotin rutscht bei der Rallye Paris-Dakar auf Rang fünf ab und hat schon mehr als eine Stunde Rückstand auf den Führenden.

Jutta Kleinschmidt kam heute etwas vom (Erfolgs)kurs ab. Foto: dpa

Jutta Kleinschmidt kam heute etwas vom (Erfolgs)kurs ab. Foto: dpa

HB NUOAKCHOTT. Sie ist ausdauernd, zäh und kämpferisch. Je härter die Bedingungen, desto mehr ist Jutta Kleinschmidt in ihrem Element. So schienen die extrem schweren Etappen 7 und 8 der Rallye Dakar ganz nach dem Geschmack der Volkswagen-Werkspilotin zu sein. Doch dann erwischte es auch die „Wüstenkönigin“: Bei Kilometer 179 auf dem Weg von Atar nach Nuoakchott grub sie sich mit ihrem Race Touareg im Wüstensand Mauretaniens ein – und hat wohl kaum noch Chancen auf den zweiten Dakar-Sieg nach 2001.

Es war nicht der einzige Rückschlag, den das VW-Team vor dem gestrigen Ruhetag in der mauretanischen Hauptstadt Nuoakchott verkraften musste. Dabei setzten die Wolfsburger die Rivalen bis dahin gehörig unter Druck, bei „Halbzeit“ ist das Bild allerdings identisch mit dem Zieleinlauf der Dakar 2005: Stephane Peterhansel führt im Mitsubishi Pajero mit 32 Sekunden vor seinem französischen Teamkollegen, dem Ex-Skistar Luc Alphand. Volkswagen rangiert 26 Minuten zurück mit dem Südafrikaner Giniel de Villiers auf Platz drei.

„Wir liegen jetzt als Fünfte rund eine Stunde zurück, das ist wirklich schade. Und natürlich bin ich enttäuscht, dass wir so viel Zeit verloren haben“, sagt Jutta Kleinschmidt. Doch ihr Ehrgeiz scheint ungebrochen. Es kämen ja noch sehr harte Etappen auf denen viel passieren könne, sagt sie. Schlimmer noch erwischte es ihren Teamkollegen und Dakar-Neuling Carlos Sainz, zweimaliger Rallye-Weltmeister. Drei Etappensiege eroberte der Spanier mit Beifahrer Andy Schulz (München) im Race Touareg, vier Tage führte er die Rallye an. Doch auf der 7. Etappe steckte auch er fest. Sainz verlor rund eine halbe Stunde und ruinierte sich so sehr die Kupplung, dass sie am achten Tag den Dienst versagte. Sainz/Schulz erreichten nach der Reparatur gegen Mitternacht das Ziel, sind mit acht Stunden Rückstand nun 17. der Gesamtwertung.

Doch noch liegen 4095 der insgesamt 9043 Kilometer langen Strecke vor den Teams. Heute wartet die nächste Härteprüfung: die mit 874 Kilometer längste Etappe von Nuoakchott nach Kiffa.

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