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10.01.2013

13:58 Uhr

Rallye Dakar

Zwei Tote bei Unfall von Begleitfahrzeug

Sie gilt als eines der härtesten Rennen der Welt: die Rallye Dakar. Zwei Insassen eines Taxis sind jetzt ums Leben gekommen, als es mit einem Begleitfahrzeug kollidierte. Zehn weitere Personen wurden verletzt.

Der französische Fahrer Ronal Basso auf der fünften Etappe der Rally Dakar zwischen Arequipa (Peru) und Arica (Chile). dpa

Der französische Fahrer Ronal Basso auf der fünften Etappe der Rally Dakar zwischen Arequipa (Peru) und Arica (Chile).

LimaBeim Unfall eines Begleitfahrzeugs der Rallye Dakar sind in Peru zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere zehn Personen wurden verletzt, als das Auto eines Rallye-Teams auf der 5. Etappe von Arequipa nach Arica am Mittwochabend (Ortszeit) mit einem Taxi frontal zusammenprallte.

Die schlimmsten Todesfälle bei der Rallye Dakar

1978

Schon bei der ersten Rallye Dakar ereignete sich ein Todesfall. Der französische Motorradfahrer Patrick Dodin verlor die Kontrolle über seine Yamaha und zog sich bei dem darauf folgenden Sturz eine Kopfverletzung zu, an der er später starb.

1983

Eine Zuschauerin wurde in Obervolta von einem Range Rover überrollt.

1986

Der Erfinder der Rallye Dakar, Thierry Sabine aus Frankreich, kam bei einem Hubschrauberabsturz am 14. Januar 1986 in Mali ums Leben. Mit ihm starben der Pilot Francois-Xavier Bagnoud, der Popsänger Daniel Balavoine, die Journalistin Nathalie Odent und der Fernsehtechniker Jean-Paul Fur.

1997

Fünf Zivilisten starben bei einem Frontalzusammenprall in Mauretanien.

2007

Der französische Motorradfahrer Eric Aubijoux erlitt einen Herzinfarkt, 15 Kilometer vor der Ziellinie in Dakar im Senegal. Er fiel von seinem Motorrad und starb auf der Stelle.

2009

Motorradfahrer Pascal Terry ging der Treibstoff aus, sodass er nicht weiterfahren konnte. Eine Suche nach ihm wurde zunächst eingestellt. Er starb an einem Lungenödem. Seine Leiche fand man erst vier Tage später.

2010

Beim Auftakt der Rallye Dakar 2010 kam der deutsche Motorradfahrer Mirko Schultis von der Strecke ab und erfasste eine Zuschauergruppe. Dabei verletzte er fünf Personen schwer. Eine von ihnen, die Argentinierin Natalia Sonia Gallardo, starb an den Folgen der Verletzung. Schultis brach das Rennen sofort ab.

2012

Der Argentinier Jorge Andrés Boero stürzte zwischen den Dünen der Atlantikküste. Dabei erlitt er einen Herzstillstand. Trotz der schnellen medizinischen Versorgung konnte er nicht wiederbelebt werden.

2013

Zwei Taxi-Insassen nach Zusammenstoß mit Service-Fahrzeug

Anschließend fuhr ein weiteres Taxi in die Unfallstelle, berichtete am Donnerstag der Rundfunksender RPP. Der Unfall ereignete sich in der peruanischen Ortschaft Los Palos, zehn Kilometer von der chilenischen Grenze entfernt. Die beiden Todesopfer waren Insassen des zuerst kollidierten Taxis.

Von

dpa

Kommentare (2)

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romilly.kk23

10.01.2013, 17:32 Uhr

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, was ein Taxi (!) dort zu suchen hatte? - Ok, eine Jutta Kleinschmitt ist bekanntlich auch mal als Touristin einfach so mitgefahren, ohne aufzufallen - die hat sich aber auch nicht so blöd angestellt, dass sie mit einem anderen Fahrzeug kollidiert wäre. Mir tut es für die Teilnehmer und ihre Helfer Leid: Sie wissen, dass die Sache gefährlich ist und stellen sich drauf ein - aber Taxis haben auf der Rallye ebenso wenig verloren, wie bei einem Formel1-Rennen!

Voludo

10.01.2013, 19:12 Uhr

Was ein Taxi auf der Rennstrecke verloren hat kann nur jemand fragen, der noch nicht in Argentinien oder Peru mit dem Auto unterwegs war. Es ist hier selbstverständlich, insbesondere für Taxis (die sind ja überall auf der Welt etwas besonderes:-) sich über alle möglichen Begrenzungen hinweg zu setzen. Bei einem Stau auf einer Autobahn, wird diese natürlich direkt über den Grünstreifen verlassen. Man fährt dann auf eine Colectora, einem oft parallel mit der Autobahn verlaufenden Weg. Darauf wird dann ein Rennen veranstaltet, um zu verhindern, daß noch mehr Autos drauf kommen. Folgt dann z.B. eine Brücke ohne Spur für die Colectora, wird sich wieder (über den Grünstreifen) auf die Autobahn gequetscht. Ein Absprerrung für ein Rennen wird genausowenig respectiert wie ein geschlossene Schranke (was allerdings nachvollziehbar ist, da oft gar kein Zug kommt wenn die Schranke unten ist).

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