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25.03.2017

17:41 Uhr

Saisonstart in Melbourne

Die neue alte Formel 1

VonRoman Tyborski

Am Sonntag beginnt die Formel-1-Saison mit dem Grand Prix von Australien. Es gibt neue Regeln, neue Autos, neue Besitzer – doch sonst dürfte alles beim Alten bleiben. Und das heißt: Mercedes liegt weit vor Ferrari.

Die Silberpfeile dürften auch in dieser Saison Ferrari, Red Bull & Co. davonfahren. AP

Mercedes-Bolide in Melbourne

Die Silberpfeile dürften auch in dieser Saison Ferrari, Red Bull & Co. davonfahren.

DüsseldorfDie Formel 1 präsentiert sich in diesem Jahr in einem neuen Gewand: Neuer Besitzer, neue Autos, neue Reifen. Die Boliden sehen aggressiver aus, die Reifen sind breiter. Beides zusammen macht die Rennwagen über vier Sekunden schneller als die Vorjahresautos. Im Freitagstraining in Melbourne präsentierte Vize-Weltmeister Lewis Hamilton eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der neuen Fahrzeuge. Der Brite pulverisierte in seinem Mercedes den 13 Jahre alten Streckenrekord Michael Schumachers.

Eigentlich gute Vorzeichen für eine spektakuläre Formel-1-Saison. Doch fraglich bleibt, ob es spannender wird. Denn hinter Lewis Hamilton klaffte im Freitagstraining ein Abstand von über einer halben Sekunde. Zweitplatzierter war Sebastian Vettel im Ferrari. Der hatte noch bei den Tests in Barcelona Anfang März mit Bestzeiten für eine Überraschung gesorgt. Hoffnung machte sich breit, dass Ferrari Mercedes endlich wieder die Stirn bieten könnte. Lewis Hamilton machte Vettel und Ferrari sogar bereits zum Favoriten. „Ich sehe, dass er begeistert ist und versucht, den Deckel draufzuhalten. Ferrari ist sehr schnell, sie sind definitiv der Favorit“, sagte der Mercedes-Fahrer.

Nach dem Training herrscht nun wieder Ernüchterung. „Das Auto fühlt sich noch nicht so gut an, da können wir noch ein bisschen dran tüfteln und dann einen Satz nach vorn machen“, erklärte Vettel anschließend im Fahrerlager. Wie groß dieser Satz ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Doch Ferrari kann sich sicher sein, dass auch Mercedes zum Qualifying am Samstag und zum Rennen am Sonntag noch mehr Leistung aus dem Silberpfeil herauskitzeln wird.

Mercedes dürfte auch in dieser Saison unbestritten den stärksten Motor besitzen. Ferrari hat zwar aufgeholt. Doch an Mercedes dran sind die Italiener noch nicht. Hoffnung können die Ferraristi dennoch schöpfen. Denn mit den neuen Boliden nimmt die Aerodynamik wieder etwas mehr Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Rennwagen. Hier verfolgen die Favoritenteams Ferrari, Mercedes und Red Bull drei unterschiedliche Konzepte.

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Während Mercedes entgegen des Trends im Feld ohne eine überdimensionierte unansehnliche Heckfinne auskommt und dennoch genügend Anpressdruck aufbauen kann, hat Ferrari bei den Kühlern eine Grauzone im Regelwerk ausgenutzt und führt mehr Luft unter dem Auto durch, was den Ferrari auf den Asphalt saugt. Red Bull wiederum leitet die Luft durch das Auto und sorgt so für mehr Abtrieb.

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