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03.11.2013

17:01 Uhr

Sieg in Abu Dhabi

Vettel stellt Schumacher-Rekord ein

Er siegt einfach immer weiter: Sebastian Vettel hat auch den Großen Preis von Abu Dhabi gewonnen. Mit seinem siebten Grand-Prix-Sieg in Folge hat er den Rekord von Michael Schumacher aus dem Jahr 2004 eingestellt.

Schon Weltmeister und immer noch hungrig: Sebastian Vettel. AFP

Schon Weltmeister und immer noch hungrig: Sebastian Vettel.

Abu DhabiDer unersättliche Formel-1-Dominator Sebastian Vettel setzt auch als Vierfach-Weltmeister seine Rekordjagd fort. Im Dämmerlicht von Abu Dhabi stellte der Red-Bull-Pilot am Sonntag mit seinem siebten Grand-Prix-Sieg in Serie die Bestmarke von Michael Schumacher aus dem Jahr 2004 ein. „Das war einfach toll“, jubelte Vettel nach der Zieldurchfahrt und drehte mit rauchenden Reifen wieder ein paar Freudenkringel.

Eine Woche nach seinem vorzeitigen WM-Triumph fuhr der Hesse auf dem Yas Marina Circuit unwiderstehlich zu seinem elften Saisonerfolg und hatte am Ende sagenhafte 30,8 Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Mark Webber. Dritter wurde Nico Rosberg im Mercedes. „Das war eines Weltmeisters würdig“, lobte Red-Bull-Teamchef Christian Horner seinen Überflieger.

Darauf müssen sich Vettel und Co. einstellen

Neues Regelwerk

2014 wird für alle Teams in der Formel 1 eine völlig neue Herausforderung. Konnten die Designer und Entwickler in den vergangenen Jahren zumeist auf dem Vormodell aufbauen, müssen nun ganz neue Autos her. Hauptgrund ist die Rückkehr des Turbomotors.

Neuer Motor

Die bisherigen 2,4-Liter-V8-Aggregate sind Ende des Jahres Formel-1-Geschichte. Dafür werden die Autos ab der nächsten Saison von 1,6-Liter-V6-Turbomotoren angetrieben.

Herausforderung I

Die neuen Motoren sind um einiges schwerer, bringen zusammen mit der Batterie etwa 145 Kilogramm auf die Waage. Das Mindestgewicht der bisherigen Motoren beträgt 95 Kilo. Das verändert die Gewichtsverlagerung bei den Autos enorm.

Herausforderung II

Die Spritmenge wird begrenzt: Mehr als 100 Kilogramm (etwa 135 Liter) dürfen nicht verbraucht werden.

Aerodynamik

Die hässlichen Nasenhöcker verschwinden. Die Stufe im vorderen Chassis-Bereich wird verboten. An der Maximalhöhe der Nasenspitze zum Asphalt ändert sich nichts. Die Ingenieure sind gezwungen, tiefere Nasen zu bauen.

Seit der Sommerpause hat Vettel sämtliche Rennen für sich entschieden. In der Geschichte der Königsklasse schaffte niemand binnen einer Saison mehr Siege nacheinander. Nur Alberto Ascaris saisonübergreifende Serie von neuen Erfolgen aus den Jahren 1952 und 1953 war noch länger. Doch auch diesen Rekord könnte Vettel noch in diesem Jahr erreichen, wenn er die verbleibenden Rennen in Austin und Sao Paulo ebenfalls gewinnt.

Neben Vettel und Rosberg fuhr auch Force-India-Pilot Adrian Sutil als Zehnter noch in die WM-Punkte. Dagegen musste sich Nico Hülkenberg im Sauber mit Platz 14 begnügen, weil er wegen eines verpatzten Boxenstopps eine unnötige Durchfahrtstrafe kassierte.

Schon am Start stellte Vettel die teaminterne Hackordnung wieder her. In der Qualifikation am Samstag hatte er wegen kleiner Fehler noch die Pole Position seinem Stallrivalen Webber überlassen müssen. Doch schon auf den ersten Renn-Metern eroberte der Heppenheimer wieder Platz eins, weil Webber nach dem Verlöschen der Roten Ampeln wie so oft ganz schlecht vom Fleck kam. Auch Mercedes-Fahrer Rosberg zog am Australier vorbei.

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