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25.06.2011

17:20 Uhr

Valencia

Vettel fährt erneut auf die Pole Position

Weltmeister Vettel auf der Pole. Red Bull in der ersten Startreihe. Die neuen Regeleinschränkungen konnten den Titelverteidiger und sein Team nicht bremsen. Doch andere Deutsche gaben in Valencia mächtig Gas

Weltmeister Vettel scheint auch in Valencia nicht zu bremsen zu sein. Quelle: dapd

Weltmeister Vettel scheint auch in Valencia nicht zu bremsen zu sein.

Sebastian Vettel hat im Hafen von Valencia die Segel klar auf Sieg gesetzt und den starken deutschen Auftritt mit erstmals fünf Fahrern in den Top Ten gekrönt. Der Formel-1- Weltmeister aus Heppenheim zeigte sich unbeirrt von jeglichen Zwischengas-Diskussionen und -Einschränkungen und schüttelte seine Verfolger auch in der Qualifikation zum Großen Preis von Europa ab. „Die Leute haben erwartet, dass wir mehr verlieren als andere, dem hab ich vorher schon nicht zugestimmt“, meinte Vettel. 

Einzig Teamkollege Mark Webber, der in der WM-Wertung auf Platz drei liegt, konnte am Samstag mit dem 23-Jährigen noch mithalten: Der Australier machte die erste Startreihe für Red Bull perfekt. Vettel schnappte sich auf dem 5,419 Kilometer langen Kurs in Valencia mit 0,188 Sekunden Vorsprung die Pole Position - zum siebten Mal bei bislang acht Qualifikationen in dieser Saison. 

„Danke Euch“, funkte er an seine Boxencrew - und es klang schon ein bisschen wie business as usual. „Das war ein sehr guter Tag für uns. Die perfekte Runde hinzubekommen, ist ziemlich schwer“, meinte Vettel. Nur einmal erst gelang ihm das in dieser Saison nicht. Beim Großen Preis von Spanien holte sich Webber den besten Startplatz. 

Geschlagenen geben mussten sich im sonnig-heißen Valencia Vettels WM-Verfolger Lewis Hamilton von McLaren auf Rang drei und Lokalmatador Fernando Alonso im Ferrari auf Platz vier. Verschwitzt und mit langen Gesichtern standen sie nach der Qualifikation da, während der sichtlich zufriedene Vettel noch einen neugierigen Blick in den Alonso-Ferrari warf. Sind Vettel und Red Bull überhaupt zu schlagen? „Das ist immer die Frage“, meinte Hamilton. „Red Bull ist unerreichbar“, fand Alonso. 

Hamilton, Weltmeister von 2008 und zuletzt durch rabiates Fahren mehrfach ins Visier der Formel-1-Verkehrsaufsicht geraten, ist von Aufgabe im WM-Kampf aber weit entfernt. „Wir können von dieser Position aus gewinnen. Natürlich brauchen wir dann auch ein bisschen Glück mit der Strategie und den Pitstops.“ Hamiltons Teamkollege Jenson Button, WM-Zweiter und Sieger des Regenrennens in Montreal, war nach Platz sechs „ein wenig frustiert“. 

Hinter dem Briten reihten sich die weiteren vier deutschen Fahrer ein. Zum ersten Mal in diesem Jahr stellt die schwarz-rot-goldene PS-Riege die Hälfte der Top Ten in der Startaufstellung. Nico Rosberg wurde im Mercedes Siebter, mit 9/1000 Sekunden Vorsprung verwies der Wiesbadener seinen Kerpener Stallrivalen Michael Schumacher auf Rang acht. „Nico vor mir oder hinter mir macht im Moment nicht den großen Unterschied“, meinte der siebenmalige Weltmeister: „Wir sind irgendwie im Niemandsland, wir fahren also unser eigenes Rennen.“

Den neunten Platz belegte Nick Heidfeld aus Mönchengladbach im Lotus Renault. Zehnter, allerdings ohne eine Runde im letzten Abschnitt der Qualifikation gedreht zu haben, wurde der Gräfelfinger Adrian Sutil. Zum achten mal beim achten Versuch scheiterte der Wersauer Timo Glock im Marussia Virgin als 21. im ersten Qualifikationsabschnitt. 

Bei Vettel war indes der Frust von Kanada vergessen, als er in der letzten Runde den Sieg hergab und sich mit Rang zwei begnügen musste. Und auch die Einschränkungen der Motoreneinstellung von Qualifikation zum Rennen an diesem Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) fochten den Hessen nicht an. Red Bull hatte diese Variante, wobei Auspuffgase auf das hintere Ende des Unterbodens strömen, auch wenn der Fahrer vom Pedal geht, nach eigenen Angaben perfektioniert. Für Vettel, der mit 161 Punkten die WM-Wertung vor Jenson Button (101), Webber (94) und Hamilton (85) anführt, stand nach der erneut gelungenen Qualifikation fest: „Ich werde gut schlafen.“

Von

dpa

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