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09.10.2015

15:40 Uhr

Verkauf der Formel 1

Deal noch in weiter Ferne

VonKatharina Slodczyk

Niemand weiß so recht, wie es um die Zukunft der Formel 1 bestellt ist. Potenzielle Käufer haben offenbar mit Prüfung der Bücher begonnen – ein Deal gilt aber noch lange nicht als ausgemacht.

Der Boss der Formel 1 sorgte mit seinen jüngsten Aussagen für Irritationen. AFP

Bernie Ecclestone

Der Boss der Formel 1 sorgte mit seinen jüngsten Aussagen für Irritationen.

LondonEs waren gleich zwei Kommentare, die Bernie Ecclestone, der wohl mächtigste Mann der Formel 1, diese Woche zur Zukunft der Rennserie machte. Und sie klingen recht widersprüchlich. Erst kündigte er Medienberichten zufolge an: „Wir werden in Kürze einen neuen Eigentümer habe, noch dieses Jahr.“

Nur wenige Tage später zitiert ihn „Motorsport.com“ mit etwas anderen Worten: Der Mehrheitsaktionär der Formel 1, der Finanzinvestor CVC, wolle eigentlich nicht verkaufen. „Wenn jemand kaufen und jemand nicht verkaufen will, ist die Sache schwierig“, sagte Ecclestone.

Nach Informationen aus Kreisen derer, die mit der Sache vertraut sind, haben potenzielle Käufer mit der Prüfung der Bücher begonnen: ein Konsortium um den US-Milliardär Stephen Ross und katarischen Investoren. Dass sie großes Interesse an der Formel 1 haben und diese mit gut acht Milliarden Dollar bewerten, ist bereits im Juni bekannt geworden.

Doch ein Deal gilt noch lange nicht als ausgemacht: Es gebe noch einige Hürden und die ganze Sache könne scheitern, heißt es aus Kreisen der Beteiligten, die damit teilweise einem Bericht der britischen Wirtschaftszeitung „Financial Times“ widersprachen. In der Freitagsausgabe heißt es, Ross und CVC hätten den Deal bereits per Handschlag besiegelt und man nähere sich der Ziellinie.

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CVC wollte sich dazu nicht äußern – der Finanzinvestor hat gut 60 Prozent der Anteile an der Formel 1 vor etwa neun Jahren übernommen. Ein Drittel dieses Pakets hat CVC später an drei Investoren verkauft – darunter den weltweit größten Vermögensverwalter Blackrock. Einen anderen Plan, die Formel 1 an die Börse zu bringen, hat die Finanzgesellschaft bisher nicht verwirklicht.

Auch Ecclestone hält noch einen Anteil von gut fünf Prozent an der Rennserie. Medienberichten zufolge will er sein Paket nicht verkaufen und auch bei einem möglichen Wechsel des Mehrheitseigners seinen Job im milliardenschweren Formel-1-Geschäft, das er selbst groß gemacht hat, behalten.

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