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31.01.2006

11:29 Uhr

Vor seiner zweiten DTM-Saison träumt der ehemalige Formel-1-Star Mika Häkkinen von weiteren Sternstunden im Silberpfeil. "Die DTM ist die beste Tourenwagenserie der Welt, mit harten Duellen um jede Zehntelsekunde", sagt der fliegende Finne: "Ich möchte 2006 Rennen gewinnen und um den DTM-Titel kämpfen."

Auch wenn der zweimalige Formel-1-Weltmeister der Superstar im Team ist, wird Häkkinen bei seinem Arbeitgeber Mercedes-Benz nicht bevorzugt behandelt. "Es ist ein Teil unserer DTM-Familie, mit den gleichen Rechten und Pflichten wie alle anderen Fahrer auch, Mika hat bei uns keinen Sonderstatus", sagt Mercedes-Sportchef Norbert Haug dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Haug: Wir werden von Häkkinen noch einiges sehen

Häkkinen selbst fühlt sich mit 37 im besten Rennfahrer-Alter, was Haug bestätigt: "Er ist motivierter denn je, was seine Karriere betrifft, er wird für die DTM alles geben." Seine Fähigkeiten habe Häkkinen letztes Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, sagt der Mercedes-Sportchef: "Ich denke, wir können noch einiges von ihm erwarten. Er ist heiß auf die DTM und will den Titel unbedingt gewinnen."

Laut Häkkinen gibt es keine andere Top-Rennserie auf der Welt, die den Zuschauern einen vergleichbaren Gegenwert fürs Geld bietet. Er sei daher sehr froh, 2006 wieder ein Teil der DTM zu sein. Nach kurzer Beratung mit Ehefrau Erja habe er sich deshalb schnell für einen neuen Vertrag entschieden. "Ich bin schon lange ein Mitglied der Mercedes-Familie, das machte meine Entscheidung, mit ihnen in der DTM zu fahren, sehr einfach", erläutert der Finne.

Dass er das Rennfahren trotz dreijähriger Pause nicht verlernt hat, zeigte Häkkinen in seinem DTM-Premierenjahr. Im belgischen Spa, wo er bereits Formel-1-Sternstunden erlebt hatte, feierte er seinen ersten und bislang einzigen DTM-Sieg. Stolz sagt er: "Das war der Höhepunkt einer aufregenden Saison für mich." Der Erfolg sei nur möglich gewesen, weil ihn jeder im Team nach Kräften unterstützt habe: "Ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt."

Lauda-Sohn soll für Mercedes fahren

Haug setzt nicht nur auf Häkkinen, auch jungen Talenten gibt er eine Chance. Gern verweist der Mercedes-Sportchef darauf, dass die DTM das ideale Sprungbrett für eine spätere Formel-1-Karriere sein kann. Noch sind einige Cockpits zu vergeben, und Haug plant bereits einen weiteren Coup. Es scheint fast sicher, dass Mathias Lauda 2006 in einem DTM-Silberpfeil sitzen wird. "Er steht auf unserer Liste", meint Haug und lobt den Sohn des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Niki Lauda in den höchsten Tönen: "Mathias ist ein prima Bursche, den ich sehr hoch schätze. Er hat Potenzial und ist ein toller Repräsentant, nicht nur, weil er den Namen hat."

Das Image der DTM sei fantastisch, betont Haug. Auch wenn nach dem Opel-Rückzug nur Audi und Mercedes-Benz werksseitig engagiert sind, werde es weiterhin Rennen auf höchstem Niveau geben. Haug: "Wir haben doch fast ein Dutzend Siegfahrer, die sich spannende Rad-an-Rad-Duelle liefern, und das honoriert der Fan." Außerdem würde das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen, "das zeigen die Zuschauerrekorde".

Die DTM-Saison beginnt am 9. April in Hockenheim und umfasst insgesamt zehn Rennen, vier davon im europäischen Ausland. In jedem Fall wird es einen neuen Meister geben, da Titelverteidiger Gary Paffett (Großbritannien) bei Mercedes zum Formel-1-Testfahrer aufgestiegen ist.

© SID

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