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05.07.2014

14:23 Uhr

Nach Foul an Neymar

Morddrohungen gegen Zúñiga

Nach einem Foul ist die WM für Brasiliens Neymar zu Ende. Dem Kolumbianer Zúñiga, der die Verletzung verschuldet hat, schlägt im Netz ein „Shitstorm“ entgegen. Die Hasstiraden reichen von Beleidigungen bis Morddrohungen.

Camilo Zuniga war Neymar mit dem Knie in den Rücken gesprungen, so dass der brasilianische Stürmer mit einem Wirbelbruch ausgewechselt werden musste. Reuters

Camilo Zuniga war Neymar mit dem Knie in den Rücken gesprungen, so dass der brasilianische Stürmer mit einem Wirbelbruch ausgewechselt werden musste.

BerlinKolumbiens Verteidiger Juan Zúñiga schlägt nach seinem heftigen Foul an Brasiliens Topstar Neymar im Internet heftige Wut aus dem Gastgeberland entgegen. „Ganz egal, welches Team du unterstützt - du hasst diesen Typen, weil er Neymars Weltmeisterschaft beendet hat“, stand unter einem Bild Zúñigas, das sich über Twitter verbreitete. Der 28-Jährige war Neymar im Viertelfinale am Freitag mit dem Knie in den Rücken gesprungen, so dass der brasilianische Stürmer mit einem Wirbelbruch ausgewechselt werden musste. Die WM ist für Neymar damit zu Ende.

Unzählige Nutzer - zum großen Teil aus Brasilien - machten ihrer Wut auf den Kolumbianer unter dem Twitter-Hashtag #Zuniga und auch auf einer Facebook-Seite unter Zúñigas Namen und mit seinem Foto mit teils heftigen Verwünschungen oder gar Morddrohungen Luft. Manche sprachen von einem „Attentat auf Neymar“. Für Verwunderung sorgte, dass das Foul nicht einmal mit einer Gelben Karte geahndet wurde. Allerdings erhielt er auch Zuspruch.

Zúñiga selbst hatte sich nach dem Spiel für das Einsteigen gegen Neymar gerechtfertigt. „Als ich da reingegangen bin, habe ich an nichts Böses gedacht. Ich hoffe, dass er sich mit Gottes Hilfe wieder erholt“, sagte Zúñiga.

Von

dpa

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