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10.07.2011

16:51 Uhr

Nach WM-Aus

Jones sucht nach den Ursachen

Die Titelverteidigung früh verpasst, ebenso wie die Qualifikation für Olympia 2012. Nach dem Viertelfinal-Aus der DFB-Elf will OK-Chefin Steffi Jones nun nach den Gründen für das deutsche WM-Debakel suchen.

Auch WM-OK-Chefin Steffi Jones zeigte sich über das unerwartet frühe Aus der DFB-Elf schockiert. Quelle: ZB

Auch WM-OK-Chefin Steffi Jones zeigte sich über das unerwartet frühe Aus der DFB-Elf schockiert.

DresdenAuch am Tag eins nach dem deutschen WM-Debakel rang Steffi Jones noch um Fassung. „Jetzt kullern schon wieder die Tränen bei mir. Das ist alles so unreal“, sagte die Präsidentin des WM-Organisationskomitees am Sonntagnachmittag in Dresden. „Ich denke immer, das ist ein Traum, der hier abläuft. Wir müssen das Geschehene jetzt erst einmal verarbeitet kriegen.“ Jones mahnte eine umfassende Aufarbeitung des vorzeitigen Scheiterns des Titelverteidigers an und versicherte zudem, dass Deutschland weiter ein erstklassiger WM-Gastgeber sein wird.

„Wir alle müssen uns jetzt der Kritik stellen. Das ist in einer solchen Situation vollkommen klar. Auch Silvia Neid stellt sich dieser Kritik“, sagte Steffi Jones vor dem WM-Viertelfinale zwischen Brasilien und Olympiasieger USA. Wie sie selbst werde auch Silvia Neid in den nächsten Tagen in den Stadien präsent sein. „Wir müssen die Fehler suchen, die gemacht worden sind. Bis zur Qualifikation für die Europameisterschaft 2013 haben wir noch viel aufzuarbeiten“, sagte Jones.

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Den Aufschwung des Frauenfußballs in Deutschland allerdings sieht die frühere Weltmeisterin durch das Ausscheiden der deutschen Vorzeigemannschaft im Viertelfinale gegen Japan (0:1) nicht gefährdet. „Wir haben schon vor der WM einen enormen Zuwachs erfahren. Die Nachhaltigkeit der WM für die Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland ist unbestreitbar.“

Zugleich versprach die OK-Chefin den vier Halbfinalisten, dass Deutschland auch in den nächsten Tagen ein perfekter WM-Gastgeber sein werde. „Wir haben eine tolle Weltmeisterschaft organisiert, und wir werden den im Turnier verbliebenen Mannschaften weiter die beste Bühne bieten“, sagte Jones. „Ich bin sicher, die Menschen freuen sich auch weiterhin auf ein WM-Fest.“

Ihre Reisepläne für die nächsten Tage, so erzählte die Spitzenfunktionärin, habe sie geändert. Eigentlich wollte sie in Frankfurt/Main das Halbfinale mit der deutschen Mannschaft anschauen, nun reist sie stattdessen nach Mönchengladbach zum Match der Französinnen. Und während sie noch laut über die nächsten Tage nachdachte, machte sich eine brasilianische Trommlergruppe am Dresdner Stadion lautstark bemerkbar. Ein Lächeln huschte über das angespannte Gesicht: „Das hört sich gut an. Ich glaube, ich sollte gleich mal dort hingehen ...

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Von

dapd

Kommentare (3)

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chico

10.07.2011, 22:07 Uhr

Ich habe die Testspiele gesehen und mich richtig auf die WM gefreut. Das erste Turnierspiel war kein Vergleich zu den schönen und schnellen Testspielen. Ich habe gehört, der Kader war 3 Monate zusammen, um sich auf die WM vorzubereiten. Ich denke, das war viel zu lange und die Spannung aus den Spielerinnen. Schade, ich hätte es denen gewünscht

Account gelöscht!

11.07.2011, 08:53 Uhr

Frauenfußball scheinbar doch nicht besser wie C-Jugend-Fußball ........... !

quarzer81

11.07.2011, 16:28 Uhr

Ich habe zur gleichen Zeit unsere deutschen U17-Jungs bei der WM in Mexiko gesehen. Der Spaßfaktor war dort wesentlich höher.

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