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11.08.2012

22:36 Uhr

Neuer Weltrekord

Jamaika-Staffel sprintet mit Bolt erneut zu Gold

Usain Bolt war auch mit der 4x100-Meter-Staffel nicht zu stoppen. Mit diesem Sieg holt der Jamaikaner seine sechste Goldmedaille - und stellte ganz nebenbei bereits seinen achten Weltrekord auf.

Sechste Goldmedaille und achter Weltrekord für Usain Bolt. Reuters

Sechste Goldmedaille und achter Weltrekord für Usain Bolt.

LondonUnwiderstehlich und in Weltrekordtempo ist Superstar Usain Bolt zu seinem dritten Gold in London gesprintet und hat seine Fabelbilanz von Peking wiederholt. Der 25-Jährige gewann am letzten Tag der Wettkämpfe im Olympiastadion als Schlussläufer der jamaikanischen Staffel auch die 4 x 100 Meter. 80 000 Zuschauer brüllten Mo Farah im lautesten Rennen der Leichtathletik-Geschichte zum Sieg: Der britische Läufer-Held triumphierte nach den 10 000 auch über 5000 Meter.

Bei seinem dritten Triumph nach den 100 und 200 Metern knackte Bolt mit seinen Teamkollegen von der siegreichen WM-Staffel - Nesta Carter, Michael Frater und Yohan Blake - den Weltrekord. Das Quartett war in 36,84 Sekunden noch zwei Zehntelsekunden schneller als bei seinem Rekordlauf am 4. September 2011 in Daegu. Als Zweite stellten die US-Amerikaner in 37,04 Sekunden die alte Bestmarke ein. Bronze ging an die Staffel aus Trinidad und Tobago in 38,12 Sekunden. Die zunächst drittplatzierten Kanadier wurden disqualifiziert.

Als sechsmaliger Olympiasieger hat Bolt nur noch ein Leichtathletik-Trio vor sich: Den Finnen Paavo Nurmi (9 x Gold zwischen 1920 - 1928), den Amerikaner Carl Lewis (9 x Gold zwischen 1984 - 1996) und dessen Landsmann Ray C. Ewry (8 x Gold zwischen 1900 - 1908).

Farah zeigte erneut der sonst so übermächtigen Konkurrenz aus Afrika die Fersen und ließ das Stadion erbeben. Der gebürtige Somalier siegte in 13:41,66 Minuten und als siebter Athlet der Olympia-Historie über beide Langstrecken. Äthiopiens Dejen Gebremeskel und Thomas Longosiwa aus Kenia konnten den entfesselt laufenden „Magic Mo“ auf den letzten beiden Runden nicht mehr einfangen. Und so dröhnte zum Jubel der Olympia-Gastgeber wieder David Bowies „Heroes“ aus den Lautsprechern.

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