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02.08.2012

17:31 Uhr

Olympia in London

Peters holt dritte Bronzemedaille für Judoka

Der deutsche Judo-Verband hat noch einmal seine Medaillenbilanz aufpoliert: Dimitri Peters sicherte sich in der Klasse bis 100 Kilo die Bronzemedaille. Die richtige Taktik hat sich Peter bei einer Kollegin abgeguckt.

Dimitri Peters hat Bronze geholt. Reuters

Dimitri Peters hat Bronze geholt.

Dritter Streich der deutschen Judokas! Mit seinem lang erhofften Meisterstück beglückte Dimitri Peters die deutschen Mattenkämpfer bei den Olympischen Spielen mit der nächsten Medaille. Der 28 Jahre alte Familienvater aus dem niedersächsischen Rotenburg legte am Donnerstag in London einen beeindruckenden Wettkampf hin und krönte diesen in der Klasse bis 100 Kilogramm mit dem Sieg im Kampf gegen den Usbeken Ramziddin Sayidov um Bronze. „Dima ist ein perfekter Kämpfer“, lobte Präsident Peter Frese vom Deutschen Judo-Bund (DJB) seinen Schützling. „Er hat so oft unter Wert verloren. Aber heute war er richtig stark.“

Im Kampf um Platz drei gewann Peters vorzeitig durch Ippon. Auf den Schultern des Bundestrainers wurde er anschließend als Held durch die Arena getragen. „Ich bin wahnsinnig glücklich. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“, lautete der erste Kommentar von Peters.

Nur ein starker Mann war im olympischen Wettkampf für den Vater eines sechs Jahre alten Sohnes und einer zwei Jahre alten Tochter, der als Kind aus Russland nach Deutschland gekommen war, zu stark gewesen: Vor dem zuschauenden Präsidenten Wladimir Putin unterlag er im Halbfinale dem russischen Weltmeister Tagir Chajbulajew - allerdings nur durch Kampfrichter-Entscheid nach Verlängerung.

Peters wollte „mit einem guten Ergebnis von der Matte gehen“, wie er vor seinem Olympia-Debüt recht bescheiden angemerkt hatte. Auf der Matte war dann von Zurückhaltung nichts mehr zu sehen: Erst räumte der bullige Athlet in seinem Auftaktkampf den israelischen Altmeister Ariel Zeevi, immerhin Olympia-Dritter 2004, nach nur 42 Sekunden aus dem Weg. „Das ist eigentlich sein Problemgegner“, staunte Männer-Bundestrainer Detlef Ultsch.

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