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19.02.2014

14:14 Uhr

Olympia-Riesenslalom

Neureuther, Dopfer und Luitz ohne Medaille

Nichts zu holen gab es für die deutschen Skifahrer beim olympischen Riesenslalom – aber nur, weil Stefan Luitz ausgerechnet am letzten Tor patzte. Die gute Nachricht: Felix Neureuther ist wieder auf den Skiern.

Nicht ganz zufrieden, aber immerhin im Ziel: Felix Neureuther. Reuters

Nicht ganz zufrieden, aber immerhin im Ziel: Felix Neureuther.

Krasnaja Poljana Von „Weltklasse“ bis „Vollidiot“: Die deutschen Ski-Herren um den tapferen Felix Neureuther haben sich beim mitreißenden Riesenslalom-Auftritt nicht mit einer Medaille belohnt. Fünf Tage nach seinem Autounfall kämpfte sich Neureuther zu Platz acht, Dopfer kam auf Rang zwölf ins Ziel. „Ich habe versucht zu attackieren. Aber man gemerkt, dass ich die letzten fünf Tage gelegen habe“, erklärte ein geschaffter Neureuther, dem 0,66 Sekunden zu Bronze fehlten. Nach dem WM-Titel feierte sein amerikanischer Kumpel Ted Ligety auch den Olympiasieg.

Ganz besonders bitter war der Tag für Stefan Luitz: Beim Traumlauf im ersten Durchgang legte er zwar die beste Zeit der Deutschen hin, aber ein Einfädler am letzten Tor brachte ihn um den vielleicht ganz großen Winterspiel-Tag.

Riesenslalom-Dominator Ligety lag beim Rennen am Mittwoch in Krasnaja Poljana 0,48 Sekunden vor dem Franzosen Steve Missillier. Dessen Landsmann Alexis Pinturault belegte Platz drei. Überraschend ohne Riesenslalom-Edelmetall blieb Österreichs Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher auf Rang vier.

Wenigstens etwas hatte auch Neureuther gewonnen: Wieder mehr Zuversicht in seinen nach dem Unfall bei der Olympia-Anreise verletzten Rücken. „Das war brutal wichtig für mich, heute am Start gestanden zu sein. Auch für meinen Körper, um zu sehen, dass er den Belastungen stand hält“, erklärte der 29-Jährige, der beim Torlauf am Samstag zu den Mitfavoriten zählt.

Wie vor vier Jahren in Vancouver belegte Neureuther ebenfalls Rang acht im Riesentorlauf. Zuletzt besser war ein deutscher Alpin-Herr 1994, als Markus Wasmeier Doppel-Olympiasieger wurde. „Erst einmal freue ich mich, dass wir mit drei Mann da vorne drin waren. Vor vier oder acht Jahren hat manch einer gesagt: Unvorstellbar“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann der Nachrichtenagentur dpa.

Statt auf Silberkurs in den zweiten Durchgang zu starten, war Luitz im Finale nur noch Zuschauer. „Du Vollidiot“, schilderte der Skirennfahrer aus dem Allgäu seinen ersten Gedanken. Er war der einzige der Ligety im ersten Durchgang zumindest noch nahe gekommen war - aber das Ziel vor Augen schied er aus. „Aber es hilft nichts. Ich muss jetzt den Kopf hochnehmen und einfach das Gefühl, das ich beim Lauf gehabt habe, mitnehmen und in den nächsten Rennen wieder umsetzen.“

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