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18.08.2016

09:33 Uhr

Beachvolleyball

Das glänzendste Gold

Eine Medaille an der Copacabana war das Ziel des deutschen Beachvolleyball-Teams Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. Mit beeindruckender Dominanz holten die Frauen nun sogar Gold – und trotzen den widrigen Umständen.

Das Duo Ludwig/Walkenhorst zeigte durchweg überragende Leistungen und gewann verdient Gold. Reuters

Strahlende Siegerinnen

Das Duo Ludwig/Walkenhorst zeigte durchweg überragende Leistungen und gewann verdient Gold.

Rio de JaneiroAls die Kameras aus waren, kamen Laura Ludwig die Tränen. „Man hat da oben gestanden und wusste: Man singt jetzt seine Hymne und es geht um dich, um uns, um das Team. Das war unbeschreiblich. Die Emotionen gingen da erst mal hoch“, erzählte die 30-Jährige nach Olympia-Gold im Beachvolleyball und musste wieder schluchzen. „Es waren einfach vier Jahre, da haben wir super hart gearbeitet. Wir haben auch Tiefs gehabt. Aber wir sind immer wieder als Team zusammengewachsen. Dass wir nun wirklich zum Schluss ganz oben stehen, ist unglaublich und noch unwirklich.“

Noch im eindrucksvollen Stadion an der Copacabana war sie gemeinsam mit Kira Walkenhorst wild umhergehüpft, hatte mit der Deutschland-Fahne gewedelt und bereits erste Freudentränen vergossen. Das Duo aus Hamburg krönte sich am berühmtesten Strand Brasiliens zu den olympischen Sandköniginnen. Die Weltranglistenersten demontierten am Donnerstag im Finale des Beachvolleyball-Turniers von Rio die brasilianischen Weltmeisterinnen Agatha und Barbara mit 2:0 (21:18, 21:14) und holten in imponierender Art den Olympiasieg.

„Das ist unglaublich. Ich bin sprachlos. Wir haben definitiv verdient gewonnen“, jubelte Ludwig vor der langen Partynacht. Walkenhorst fügte hinzu: „Das ist der Traum, den man seit Jahren verfolgt. Wenn der in Erfüllung geht - krass.“

Vier Jahre nach dem Männer-Triumph von Julius Brink und Jonas Reckermann in London präsentierten sich Ludwig/Walkenhorst als dominierendes Duo und gewannen als erstes deutsches Frauenteam Olympia-Gold. „Die beiden haben es einfach gerockt“, lobte Reckermann. „Sie sind einfach eine Klasse besser in den meisten Elementen als die anderen.“

Damit belohnten sich die Weltranglisten-Ersten auch für einen Kampf gegen viele Widerstände in ihrer gemeinsamen Zeit. „Ich freue mich sehr, was die Mädchen umgesetzt haben, dass sie diese vier Jahre Arbeit mit immer mehr Elementen so auf den Punkt gebracht haben“, sagte Trainer Jürgen Wagner, der nach Brink/Reckermann nun auch Ludwig und Walkenhorst zu olympischen Champions geformt hat. Auch als Walkenhorst an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankte und fast ein Jahr nicht spielen konnte, ließen sich seine Schützlinge nicht vom Kurs abbringen: „Das hat uns noch stärker gemacht“, sagte Ludwig.

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