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21.08.2016

17:25 Uhr

Olympia

DHB-Auswahl erkämpft sich Olympia-Bronze

Nach der Niederlage gegen Frankreich setzt sich Deutschland im Spiel um die Bronze gegen Polen durch. Doch die Medaille ist nur ein Zwischenstopp. Die Handballer blicken bereits auf die nächsten Spiele in vier Jahren.

Die deutsche Handball-Auswahl gewinnt die Bronzemedaille in Rio de Janeiro. dpa

Große Freude bei den Handballern

Die deutsche Handball-Auswahl gewinnt die Bronzemedaille in Rio de Janeiro.

Rio de JaneiroZwei Tage nach der bitteren Halbfinal-Niederlage gegen Frankreich besiegte die DHB-Auswahl den WM-Dritten Polen im Spiel um Platz drei souverän mit 31:25 (17:13). Die selbst ernannten Bad Boys krönten damit ein überragendes Jahr mit der ersten Olympia-Medaille für Deutschland seit Silber 2004 in Athen.

„Jetzt ist der absolute Traum in Erfüllung gegangen. Nach dem EM-Titel noch eine Medaille – das ist fantastisch. Uns gehört die Zukunft“, sagte Teamchef Bob Hanning. „Das ist ein unglaublich geiles Gefühl. Wir hatten eine Medaille als Ziel, und das haben wir erreicht“, sagte Julius Kühn, und Patrick Wiencek fügte hinzu: „Jeder ist für den anderen gestorben. Bronze macht uns stolz.“

Mut, Wille, Leidenschaft: Das deutsche Team überzeugte auch am Sonntag mit jenen Tugenden, die es schon über das gesamte Turnier gezeigt hatte. Vor den Augen des früheren Weltmeister-Coaches Brand ließ sich die DHB-Auswahl selbst von einem frühen Rückstand nicht beeindrucken und gewann dank einer deutlichen Leistungssteigerung im Angriff hoch verdient.

Beste Werfer beim Europameister waren der überragende Tobias Reichmann mit sieben Treffern und Kapitän Uwe Gensheimer (6 Tore). Zudem sorgten die beiden Torhüter Wolff und Silvio Heinevetter mit ihren Paraden immer wieder für Jubelausbrüche bei DOSB-Präsident Alfons Hörmann auf der Tribüne. Die Bronzemedaille bereitete der gesamten deutschen Olympia-Mannschaft einen glänzenden Abschluss.

Die Vorstellungen von Gensheimer und Co. in der Future Arena von Rio lassen auf eine goldige Zukunft hoffen - das anvisierte Olympiagold 2020 ist keine Utopie, bei der WM im Januar zählen sie zum Favoritenkreis. Sieben Monate nach dem überraschenden EM-Triumph spielten Sigurdssons Olympia-Debütanten in Rio ein bärenstarkes Turnier und vollzogen mit sechs Siegen in acht Spielen endgültig ihre Rückkehr in die Weltspitze. Dem souveränen Gruppensieg folgten imponierende Auftritte in der K.o.-Phase.

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