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26.07.2016

16:52 Uhr

Olympia in Rio

Olympiasieger und weitere vier Kanuten ausgeschlossen

Der Kanu-Verband hat russische Athleten von Olympia ausgeschlossen. Darunter ist auch der Olympiasieger Alexander Djatschenko. Mit ihm dürfen weitere Sportler nicht in Rio starten – sie sollen auch nicht ersetzt werden.

Alexander Djatschenko (r.) wurde vom Kanu-Weltverband suspendiert. dpa

Olympiasieger 2012

Alexander Djatschenko (r.) wurde vom Kanu-Weltverband suspendiert.

LausanneDer russische Kanu-Olympiasieger Alexander Djatschenko wird bei den Spielen in Rio de Janeiro seinen Erfolg von London 2012 nicht wiederholen können. Djatschenko wurde vom Kanu-Weltverband (ICF) suspendiert und damit von den Olympischen Spielen ausgeschlossen, nachdem sein Name im McLaren-Report der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) im Zusammenhang mit verschwunden Dopingproben genannt wurde.

Bis zum Abschluss weiterer Untersuchungen wurden von der ICF zudem Djatschenkos Teamkollegen Elena Anjuschina, Natalja Podolskaja, Andrej Kraitor und der Olympia-Dritte Alexej Korowaschkow vorerst gesperrt und dürfen auch nicht in Rio starten.

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Im Bericht des unabhängigen WADA-Ermittlers Richard McLaren waren 27 Fälle von 25 russischen Kanuten genannt worden. Elf Sportler seien bereits bestraft worden, 15 weitere hatten noch keinen internationalen Start bei den Erwachsenen. „Das ist ein harter Schlag für die olympische Bewegung, und wir sind traurig, dass unser Sport darin verwickelt ist“, sagte ICF-Generalsekretär Simon Toulson und betonte: „Die ICF wird ihre strenge Null-Toleranz-Haltung beibehalten und alle Athleten verbannen, die irgendwie die Regeln verletzen.“

Die suspendierten Sportler dürfen nicht ersetzt werden. Dadurch verliert Russland sein Startrecht im Zweier-Canadier über 1000 Meter, im Einer-Canadier über 200 Meter, im Zweier-Kajak der Frauen über 500 Meter, im Einer-Kajak der Frauen über 200 Meter sowie im Kajak-Zweier der Männer über 200 Meter. In dieser Klasse sollte Djatschenko mit Juri Postrigai antreten.

Von

dpa

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