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12.08.2016

19:43 Uhr

Schock für Leichtathleten

Diskus-Olympiasieger Harting mit Hexenschuss raus

Mit 89 Sportlern tritt der Deutsche Leichtathletik-Verband in Rio an. Der bekannteste, Diskus-Hüne Robert Harting, scheitert gleich in der Qualifikation. Für einen unglaublichen Weltrekord sorgte die Äthiopierin Ayana.

Nach zwei ungültigen Versuchen und einer Weite von nur 62,21 Metern waren die Sommerspiele für den Berliner bereits beendet. AP

Robert Harting in Rio

Nach zwei ungültigen Versuchen und einer Weite von nur 62,21 Metern waren die Sommerspiele für den Berliner bereits beendet.

Rio de JaneiroDas Schock-Aus von Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat den deutschen Leichtathleten den Start in die Rio-Wettkämpfe verdorben. Angeschlagen und geschwächt flog der Goldmedaillengewinner von London 2012 und dreifache Weltmeister am Freitag bereits in der Qualifikation raus.

„Das klingt immer blöd, aber ich hatte gestern einen Hexenschuss“, erklärte Harting und wirkte nach seinem misslungenen internationalen Comeback zermürbt. Nach zwei ungültigen Versuchen und einer Weite von nur 62,21 Metern waren die Sommerspiele für den Berliner bereits beendet. „Ich bin klar enttäuscht, aber auch froh, dass es endlich vorbei ist.“

„Es ist schockierend, dass bei einem Leader der deutschen Nationalmannschaft so etwas passiert“, sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen. Er habe versucht, dies „mit neun Spritzen hinzubiegen“, erzählte Harting. Die Rückenbeschwerden habe er sich zugezogen, als er im Bett liegend versucht hatte, das Licht mit dem Fuß auszumachen.

Gleichzeitig erschien Harting auch müde von den vielen Anstrengungen, nach seinem im September 2014 zugezogenen Kreuzbandriss wieder nach ganz oben zu kommen. „Man merkt, dass die menschlichen Ressourcen begrenzt sind. Es nervt einfach“, sagte er. Sein Bruder Christoph ist hingegen bei der Medaillenvergabe an diesem Samstag (15.50 Uhr MESZ) dabei, ebenso der Wattenscheider Daniel Jasinski.

Im Gegensatz zu Harting bestand Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz ihre erste Bewährungsprobe mit Bravour. Sie zeigte sich am Morgen topfit und stieß gleich im ersten Versuch 19,18 Meter und konnte ihre Tasche packen. „Es war nur die zweitbeste Weite. Ich denke schon, die Mädels haben gesehen: Okay, sie ist da. Aber es wird nicht so einfach“ sagte die 30-Jährige aus Thum.

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