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10.02.2014

10:55 Uhr

Olympische Kombination

Höfl-Riesch hat vor Slalom Medaille in Sicht

Das riecht nach dem nächsten Edelmetall für Deutschland: Maria Höfl-Riesch ist nach der Kombinations-Abfahrt Fünfte, gilt aber als beste Slalom-Fahrerin der Spitzengruppe. Hauptkonkurrentin ist mal wieder Tina Maze.

Gute Chancen aufs Siegerpodest: Maria Höfl-Riesch greift in der Kombination an. dpa

Gute Chancen aufs Siegerpodest: Maria Höfl-Riesch greift in der Kombination an.

Krasnaja PoljanaSkirennfahrerin Maria Höfl-Riesch hat nach dem ersten Teil der olympischen Super-Kombination glänzende Aussichten auf eine Medaille. Die Olympiasiegerin von 2010 liegt nach der Abfahrt auf dem fünften Platz. „Es war sicher nicht perfekt, aber es war, glaube ich, eine gute Steigerung zum Training“, erklärte die Weltmeisterin. Sie kündigte einen beherzten Angriff für den abschließenden Torlauf an (12.00 Uhr) an. „Es gibt nur volle Attacke und volles Risiko.“

Schnell machte sich Höfl-Riesch am Montag auf zur Vorbereitung für den Slalom. Ausrüstung wechseln, umziehen und dann ein paar „schnelle Schritte, um schnelle Beine zu bekommen“, erklärte die 29-Jährige ihren Plan für eine Medaille. „Einfahren, was essen, besichtigen - und los geht's.“

1,04 Sekunden beträgt der Rückstand Höfl-Rieschs auf die angesichts ihrer Vorleistungen überraschend führende Amerikanerin Julia Mancuso. „Bei der überrascht mich gar nichts, speziell bei Olympia. Mit ihr habe ich auf jeden Fall gerechnet“, sagte die deutsche Weltmeisterin. Leicht favorisiert geht die Slowenin Tina Maze den Torlauf an, da sie wie Höfl-Riesch eine sehr gute Slalomfahrerin ist. Maze belegt zur Halbzeit Rang drei mit 0,86 Sekunden Rückstand die amerikanische Kombinations-Olympiasiegerin von 2006.

„Ich bin im Slalom gut genug, um um eine Medaille zu kämpfen“, bekräftigte aber auch Strahlefrau Mancuso beim kurzen Zwischenstopp in der Interviewzone ihre Chancen. Es wäre ihre vierte Olympia-Medaille.

Schwer war Mancuso in den Winter gekommen, in 18 Weltcup-Rennen fuhr sie nur dreimal in die Top 10. Früh fokussierte sich die 29-Jährige deswegen auf die Winterspiele - und ist nun wieder einmal bei einem Großereignis auf den Punkt fit. „Es ist Olympia. Da ist sie immer sehr heiß“, erklärte die Österreicherin Nicole Hosp. Sie hat als Achte mit 1,27 Sekunden mehr auf dem Konto auch noch gute Chancen auf das Podest. Auch Anna Fenninger, Weltmeisterin von 2011, liegt als Vierte noch aussichtsreich im Rennen.

Nach einem Fehler im oberen Streckenteil fuhr Höfl-Riesch im mittleren Teil stark, verlor im Flachstück vor dem Ziel aber wieder Zeit. „Es war phasenweise wirklich sehr gut“, erklärte Höfl-Riesch, die bei der Olympia-Generalprobe vor zwei Jahren die Abfahrt gewonnen hatte. Olympisches Gold wird am Mittwoch in der Schussfahrt der Damen vergeben. Ob Mitfavoritin Tina Weirather da starten kann, ist offen. Die Liechtensteinerin verletzte sich bei ihrem Trainingssturz am Sonntag am Schienbeinkopf.

Von

dpa

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