Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.06.2011

13:38 Uhr

Rekord-WM

DFB-Frauen hoffen auf Schub für Vereinsfußball

VonIngmar Höhmann

Die nächste Woche beginnende Frauen-WM verspricht rekordträchtig zu werden. Ob der Erfolg auch einen nachhaltigen Effekt für den Ligafußball haben wird, ist auch von der Medienarbeit des DFB abhängig.

Die Fußballfrauen bei einem Freundschaftsspiel: Zum Auftakt empfängt das DFB-Team im ausverkauften Berliner Olympiastadion die Kanadierinnen. Quelle: dpa

Die Fußballfrauen bei einem Freundschaftsspiel: Zum Auftakt empfängt das DFB-Team im ausverkauften Berliner Olympiastadion die Kanadierinnen.

KölnDer Auftakt ist einer Fußball-WM würdig: Wenn Titelverteidiger Deutschland auf Kanada trifft, wird das Berliner Olympiastadion mit mehr als 73.000 Zuschauern ausverkauft sein. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen überträgt das Spiel nächste Woche Sonntag live - genau wie alle anderen 32 Partien des Turniers, ein Novum im Frauenfußball. Das WM-Budget liegt bei 51 Millionen Euro, auch das ist Rekord. 630.000 Eintrittskarten sind verkauft, die Vorrundenspiele der deutschen Elf längst ausverkauft. Einige Städte laden zum Public Viewing.

Mancher zieht gar schon den Vergleich zur Heim-WM der Männer anno 2006: Die WM könne "die kleine Tochter vom Sommermärchen" werden, sagt die deutsche Nationaltorhüterin Nadine Angerer.

Nie zuvor stand der Frauenfußball derart im Mittelpunkt. Sportökonomen sprechen von einer einmaligen Vermarktungsgelegenheit: "Die WM wird ein Momentum erzeugen, das es später nicht mehr geben wird", sagt Sascha Schmidt, Professor am Institute for Sports, Business & Society der EBS Business School in Oestrich-Winkel. "Der Deutsche Fußball-Bund sollte die Gelegenheit nutzen, jetzt mit den Fernsehsendern und anderen Medien über die künftige Vermarktung zu sprechen. Diese Chance sollte sich der Verband nicht entgehen lassen."

Für das Turnier selbst haben die Verantwortlichen kräftig die Werbetrommel gerührt: Steffi Jones, die Chefin des Organisationskomitees, hat mehr als 100.000 Kilometer zurückgelegt, um in den Teilnehmerländern WM-Werbung zu machen.

Auch einige Sponsoren zeigen Flagge: Die sechs nationalen Förderer Allianz, Commerzbank, Deutsche Bahn, Deutsche Post, Deutsche Telekom und Rewe zahlen je vier Millionen Euro für das Sponsoring. Hyundai stellt den Organisatoren fast 300 Autos zur Verfügung. Sogar Panini hat erstmals bei einer Frauen-WM ein Sammelbildchen-Album herausgebracht. Das Turnier wird ein Erfolg. Doch was kommt danach?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×