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17.07.2011

23:58 Uhr

Sieg im Elfmeter-Drama

Japans Frauen zum ersten Mal Fußballweltmeister

VonPatrick Kleinmann

Die Sensation ist perfekt: Japan ist nach einem 5:3 Sieg nach Elfmeterschießen über die USA Weltmeister im Frauenfußball. Das Spiel bot bis zur letzten Sekunde pure Dramatik - und sieht einen unglücklichen Verlierer.

Glückwunsch Japan: Der erste Titelgewinn ist perfekt. Quelle: Reuters

Glückwunsch Japan: Der erste Titelgewinn ist perfekt.

FrankfurtEs war 23.24 Uhr als im Frankfurter WM-Stadion dann doch ein Sieger feststand. Saki Kumagai setzte nach packenden 120 Minuten und einem fast noch spektakuläreren Shootout den entscheidenden Strafstoß unter die Latte – Japan ist erstmals Fußball-Weltmeister. Im Finale bezwangen die Asiatinnen die USA mit 5:3 nach Elfmeterschießen, nach 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden, nach 120 Minuten 2:2. Die Krönung einer nicht immer hochklassigen, aber verdammt dramatischen Weltmeisterschaft in Deutschland.

Das Spiel begann furios: Bereits nach wenigen Sekunden kamen die US-Amerikanerinnen das erste Mal gefährlich vor das japanische Tor. Lauren Cheney spazierte an Azusa Iwashimizu vorbei und in den Strafraum, statt die freistehende Abby Wambach zu bedienen versuchte es die Mittelfeldspielerin aus spitzem Winkel aber selbst und scheiterte an Japans Torhüterin Ayumi Kaihori.

Das Mittel der Amerikanerinnen war klar: Über die Außen sollten die körperlich deutlich unterlegenen Asiatinnen geknackt werden. Das hätte nach neun Minuten auch fast geklappt: Eine Flanke von Megan Rapinoe landete bei Cheney, die Bostonerin setzte den Ball ebenso knapp neben das Tor wie darauf Wambachs bei ihrem Versuch aus 22 Metern.

Die USA blieben am Drücker, ohne zunächst dafür belohnt zu werden. Bei den Chancen von Rapinoe nach einer Flanke von Shannon Boxx, Carli Lloyd, die völlig frei aus zwölf Metern zum Schuss kam, und erneut Rapinoe, die aus spitzem Winkel am Außenpfosten scheiterte, hatte die Mehrzahl der 48.817 Zuschauer in Frankfurt schon zum Torjubel angesetzt.

Japan kam nach 20 Minuten besser in die Partie und versuchte sich in den amerikanischen Strafraum zu kombinieren. Das klappte allerdings nicht besonders gut. Bis auf Homare Sawa fehlte den Japanerinnen viel zu häufig das Auge für den freien Mitspieler. So wurden die USA fast zu Kontern eingeladen: Beim gefährlichsten scheiterte Abby Wambach mit einem satten Linksschuss an der Latte (29.).

Bis zum ersten richtigen japanischen Versuch dauerte es bis zur 32. Minute: Nach einem schönen Pass von Shinobu Ohno kam Kozue Ando zum Schuss, der Abschluss der Duisburgerin war aber kein Problem für die bis dahin noch nicht geprüfte Torfrau Hope Solo. Bis zur Pause schafften die „Nadeshiko“ es zumindest, die Amerikanerinnen vom eigenen Tor wegzuhalten.

Nach dem Seitenwechsel gelang das dann allerdings nur kurz: Zwei Minuten nach ihrer Einwechslung für die verletzte Lauren Cheney traf Nachwuchsstürmerin Alex Morgan nach einer Flanke den Pfosten, vom Kopf der japanischen Torfrau Kaihori trudelte der Ball kurz in Richtung Linie, bevor ein beherzter Befreiungsschlag die Situation bereinigte (47.).

Kommentare (1)

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Sonicht

18.07.2011, 08:46 Uhr

Weltklasse was hier an Fußball geboten wurde. Frauenfußball stahl den Männern in jeder Hinsicht die Show. Fair bis zum Schluss, Tempo auf sehr hohem Niveau, diszipliniert und spannend. Was sollten alle FIFA Verantwortlichen hieraus mitnehmen. Frauen spielen guten Fußball, sind zudem attraktiv anzuschauen und sie arbeiten für überschaubares Geld. MILLIONEN Prämien bzw. Gehälter sind Fehlanzeige. Also wenn es Debatten gibt zu diesem Geschäftszweig, dann sollte nicht darüber nachgedacht werden, wie sie mehr verdienen können, sondern vielmehr, wie man den Männern zukünftig Gelder abzieht. Denn Geld macht den Sport wie sehr schön zu sehen war, nicht besser

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