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24.06.2014

00:41 Uhr

Sieg über Kroatien

Mexikaner spielen am Ende wie im Rausch

VonStefan Kaufmann

Mexiko schießt Kroatien aus dem WM-Turnier – und begeistert mit einer fulminanten Schlussviertelstunde. Sie reihen sich ein in die starke Riege mittel- und südamerikanischer Teams. Ihre Überlegenheit hat mehrere Gründe.

Andres Guardado feiert sein Tor gegen Kroatien: Mexiko feiert durch den Erfolg den Einzug ins Achtelfinale der WM. dpa

Andres Guardado feiert sein Tor gegen Kroatien: Mexiko feiert durch den Erfolg den Einzug ins Achtelfinale der WM.

RecifeUm 18.30 Uhr Ortszeit besteht die Arena Pernambuco ihren Härtetest: Das Stadion bebet, als mehr 30.000 Mexikaner aufspringen, aufschreien. Eben hat Rafael Marquez nach einer Ecke den Ball zum 1:0 für sein Team ins Tor geschädelt – jetzt gibt es für die Fans in Grün kein Halten mehr. Und als drei Minuten später Andres Guardado einen Konter zum 2:0 versenkt ist klar: Mexiko steht im Achtelfinale dieser Fußball-Weltmeisterschaft.

Die Zuschauer erleben ein Spiel, das sich in der Schlussviertelstunde in Ekstase auflöst. Das 3:0 durch den Kopfball von Javier Hernandez, der Ehrentreffer durch Ivan Perisic (82. und 87. Spielminute) und die Rote Karte für den Kroaten Ante Rebic wirken wie weitere Aufputschmittel. Beinahe wäre es den Mexikanern sogar noch gelungen, die Brasilianer vom ersten Platz in der Gruppe A zu verdrängen – doch letztlich reicht die Zahl der zielten Tore nicht.

Was am Ende alles so leicht, so selbstverständlich aussieht, ist 75 Spielminuten lang ein hart umkämpfter Kick. Den Mexikanern reichte zu Spielbeginn ein Unentschieden, um weiterzukommen, die Kroaten mussten gewinnen. Was ihre Aufgabe noch schwieriger machte: Die Arena war fest in Hand der Mexikaner, von denen sich viele in Kampfmontur geschmissen hatten: Aztekenhelme, Sombreros – einer hatte sich gleich ein Stoffpferd um die Hüften gebunden.

Bei den Kroaten stehen mit Ivan Perisic, Ivica Olic (beide Wolfsburg) und Mario Mandzukic vom FC Bayern München drei in der deutschen Bundesliga heimische Profis in der Startelf. Für spielerische Qualität bürgen zudem die Spanien-Legionäre Luka Modric (Real Madrid) und Ivan Rakitic, der in diesem Sommer vom FC Sevilla zum FC Barcelona wechselt.

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