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27.03.2006

09:14 Uhr

1,5 Millionen Euro

Bundesgerichtshof beschäftigt sich mit Boris Becker

Der ehemalige Tennis-Profi Boris Becker muss sich wegen der Pleite des Internetportals Sportgate vor dem Bundesgerichtshof (BGH) verantworten. Wie das BGH am Freitag mitteilte, wird über die Klage des Insolvenzverwalters gegen Becker auf Zahlung von 1,5 Millionen Euro am 8. Mai mündlich verhandelt.

Boris Becker wird vonm Bundesgerichtshof auf Zahlung von 1,5 Millionen Euro verklagt. dpa

Boris Becker wird vonm Bundesgerichtshof auf Zahlung von 1,5 Millionen Euro verklagt.

HB KARLSRUHE. Damit geht der Streit um eine von Becker unterschriebene Verpflichtungserklärung in die dritte Runde. Becker hatte schriftlich erklärt, Verluste des Unternehmens bis zu 1,5 Millionen Euro persönlich ausgleichen zu wollen, aber nie gezahlt. Die Vorinstanzen, das Landgericht und Oberlandesgericht (OLG) München, hatten die Klage des Insolvenzverwalters auf Zahlung des Betrages abgewiesen.

Die Sportgate AG, an der Becker die Mehrheit hielt, war als Onlineplattform für den Breitensport gedacht und sollte 2002 an die Börse gehen. Die Firma musste jedoch kurz nach der Eintragung ins Handelsregister im August 2001 Insolvenz anmelden. Kurz darauf verklagte der Insolvenzverwalter Becker. Er begründete die Klage mit der Verpflichtungserklärung, die Becker kurz nach Gründung des Unternehmens an der Bar eines Washingtoner Hotels auf Englisch von einer Hotelangestellten schreiben ließ. Das OLG wies die Klage mit dem Argument ab, dass die dafür zwingend nötige Beurkundung eines Notars fehle, die Erklärung also unwirksam sei.

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