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09.02.2005

17:09 Uhr

Aktie deutlich im Plus

Ära Niebaum beim BVB ist Geschichte

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Gerd Niebaum hat mit seinem Rücktritt die Konsequenz aus der Finanzmisere des Fußball-Bundesligisten gezogen und den Weg zu einer weiteren personellen Erneuerung freigemacht.

Gerd Niebaum hat aufgegeben. Foto: dpa

Gerd Niebaum hat aufgegeben. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Er wolle die Diskussion um seine Person beenden, die die sportliche Situation und die wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins belaste. Der zweite Geschäftsführer Michael Meier werde die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA bis auf Weiteres alleine leiten, teilte der BVB am Mittwoch in Dortmund mit. Die Aktie des Fußballklubs baute daraufhin ihre Gewinne vorübergehend kräftig aus und stieg in der Spitze um acht Prozent auf 2,86 Euro. Am Nachmittag lag sie bei 2,72 Euro mit 2,6 Prozent im Plus.

Auch Geschäftsführer Michael Meier hat Präsident Reinhard Rauball seinen Rücktritt angeboten, um seinen Beitrag zur Beruhigung der aktuellen Situation um den BVB zu leisten, teilte der Verein mit. Rauball habe dies aber abgelehnt, da ansonsten keine Kontinuität innerhalb des operativen Geschäfts - vor allem im Hinblick auf die laufenden Restrukturierungsgespräche - gewährleistet sei. Manager Meier werde die Geschäfte der GmbH & Co KGaA bis auf weiteres alleine leiten.

"Der Rücktritt von Herrn Niebaum war mehr als überfällig. Wir hatten diesen Schritt bereits auf der Hauptversammlung im November letzten Jahres gefordert", kommentiert Carsten Heise, Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), den Rücktritt von Gerd Niebaum von seinem Amt als Geschäftsführer des börsennotierten Bundesligavereins.

"Die Probleme des Vereins sind damit aber noch lange nicht gelöst", stellt Heise klar. Der Rücktritt sei nur der erste Schritt auf einem langen Konsolidierungsweg. "Wir hoffen, dass möglichst schnell ein kompetenter Nachfolger gefunden wird. Es kann nicht sein, dass Michael Meier, der auch seinen Anteil an der Misere hat, das Heft jetzt auf Dauer allein in der Hand hält", mahnt Heise.

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