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31.10.2015

18:56 Uhr

„All Blacks“ schreiben Rugby-Geschichte

Neuseeland lässt Australien im WM-Finale keine Chance

Neuseeland feiert, Australien trauert: Im WM-Traumfinale der Rugby-Erzrivalen setzen sich die All Blacks klar durch und schaffen, was noch keinem Team gelungen ist.

Kapitän Richie McCaw (Mitte) präsentiert umjubelt von seinen Teamkameraden den WM-Pokal. AFP

Rugby-Weltmeister Neuseeland

Kapitän Richie McCaw (Mitte) präsentiert umjubelt von seinen Teamkameraden den WM-Pokal.

LondonTitelverteidiger Neuseeland ist zum dritten Mal Rugby-Weltmeister. Die All Blacks setzten sich im Traum-Finale im Rugby-Tempel Twickenham deutlich mit 34:17 (14:3) gegen Australien durch und verteidigten damit als erste Mannschaft seit der WM-Premiere 1987 ihren Titel erfolgreich. Mit dem dritten WM-Erfolg ist Neuseeland nun alleiniger Rekord-Weltmeister. Prinz Harry überreichte am Samstag den vergoldeten Pokal im Twickenham-Stadion.

Die Neuseeländer, die 1987 bei der ersten WM und 2011 im eigenen Land den Titel geholt hatten, dominierten das Finale gegen den Weltmeister von 1991 und 1999 von Beginn an. Lediglich zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgten die Australier für Spannung.

„Wir haben vor vier Jahren gesagt, dass das WM-Finale in Twickenham zu gewinnen das Endziel sei, und wir haben es gemacht“, sagte All-Blacks-Kapitän Richie McCaw nach dem Spiel. „Ich bin so stolz.“ Seit die All Blacks 2011 im eigenen Land Weltmeister wurden, haben sie von 54 Spielen gerade einmal drei verloren. Die Kommentatoren am Samstag waren sich einig, dass das beste Team in der Geschichte des Sports den Titel verteidigt hat.

Die Gegenseite erkannte die Übermacht der All Blacks an: „Sie haben den Sieg voll und ganz verdient und waren das ganze Turnier über das beste Team“, sagte Wallabies-Kapitän Stephen Moore. „Wir waren einfach nicht gut genug.“

Für beide Teams war es das vierte WM-Finale, begegnet waren die wohl schärfsten Rugby-Konkurrenten sich aber noch in keinem Endspiel. Vor den Augen von Prinz Philip und seinen Enkeln, den Prinzen William und Harry, dominierten die Titelverteidiger weitgehend die Offensive und erzielten drei Versuche.

Die Wallabies, die die Rugby-Krone auch schon zweimal geholt haben, kamen in der zweiten Hälfte mit zwei Versuchen bis auf vier Punkte an die Gegner heran. Einige Minuten lang sah es aus, als könnten sie sogar gleichziehen. Gegen die bärenstarken All Blacks reichte es aber nicht. Ein Versuch von Beauden Barrett eine Minute vor Schluss besiegelte endgültig den Sieg der Neuseeländer.

Erstmals waren bei dieser achten Weltmeistschaft alle europäischen Mannschaften spätestens im Viertelfinale ausgeschieden, Gastgeber England hatte es nicht einmal über die Gruppenphase hinaus geschafft. Vom Halbfinale an waren die Mannschaften der Südhalbkugel unter sich. Am Vortag hatte sich der zweifache Champion Südafrika gegen Außenseiter Argentinien mit 24:13 eindeutig durchgesetzt und damit Platz drei der WM gesichert.

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