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09.01.2008

15:28 Uhr

Allgemein Doping

Austria-Blutbank unter Doping-Verdacht

Das österreichische Gesundheits-Ministerium hat Ermittlungen gegen das in Wien ansässige Blutbank-Unternehmen "Human Plasma" eingeleitet, das Beihilfe zum Blutdoping für Ski- und Radsportler geleistet haben soll.

Das in Wien ansässige Blutbank-Unternehmen "Human Plasma" ist ins Visier des österreichischen Gesundheits-Ministeriums geraten. Nach Erkenntnissen der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada steht das Unternehmen im Verdacht, Beihilfe zum Blutdoping für zahlreiche Ski- und Radsportler geleistet zu haben. Staatssekretär Reinhold Lopatka bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur afp: "Ein Verfahren ist eingeleitet."

Wada löst Ermittlungen aus

Auslöser war laut dem Wiener "Kurier" ein Schreiben des damaligen Wada-Chefs Dick Pound an das Ministerium vom 23. November, in dem der Kanadier darauf hinwies, dass nach Wada-Informationen Sportlern in der Firma Blut abgenommen und in Blutplasma zum Zweck der Reunfusion umgewandelt werde. Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe.

Während der Winterspiele 2006 hatte Italiens Polizei ein Dopinglabor im Ausweichquartier der österreichischen Skilangläufer und Biathleten ausgehoben. Sechs Teammitglieder waren vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) daraufhin auf Lebenszeit von den Spielen ausgeschlossen worden. Der Sportschiedsgerichtshof CAS hatte die Sperren mit einer Ausnahme erst am Montag bestätigt.

© SID

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