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17.01.2007

15:28 Uhr

Allgemein Doping

WDR führt Doping-Fachredaktion ein

Das Thema Doping wird künftig beim Westdeutschen Rundfunk großgeschrieben. Die größte ARD-Anstalt kündigte an, eine zentrale Doping-Fachredaktion einzurichten, die investigativ arbeiten soll.

Beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird in Zukunft vermehrt über das Thema Doping berichtet. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) als größte ARD-Anstalt kündigte für Februar die Einrichtung einer zentralen Doping-Fachredaktion an, um die "Kompetenz innerhalb der ARD zu bündeln".

Man sei in der Vergangenheit nicht konzentriert genug vorgegangen, sagte WDR-Indendant Fritz Pleitgen: "Wir können die Sportberichterstattung wegen Doping-Verdachts nicht einstellen, aber wir müssen dazu beitragen, diese Seuche einzudämmen." Er wolle als Präsident der Europäischen Rundfunkunion EBU die Aktivitäten von ARD/ZDF "international vernetzen". Notwendig sei dazu auch ein enger Kontakt mit der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament, internationalen Sportverbänden und dem IOC.

Wichtiger Schritt im Kampf gegen Doping

WDR-Sportchef Steffen Simon sagte, die Doping-Fachredaktion sei ein weiterer wichtiger Schritt der ARD im Kampf gegen Doping. Gemeinsam mit dem ZDF werde man auf einer Doping-Klausel in allen künftigen Lizenzverträgen bei Sportübertragungen bestehen.

Zu den Aufgaben der aus zwei festen Redakteuren und drei freien Mitarbeitern bestehenden Doping-Redaktion soll die Unterstützung der Vor-Ort-Teams bei großen Sportereignissen wie Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften oder der Tour de France zählen. Die Redaktion wird investigativ arbeiten und über die Sportberichterstattung hinaus andere ARD-Formate von ARD Aktuell bis Monitor bedienen.

© SID

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