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01.01.2010

10:59 Uhr

Allgemein International

Sportwelt blickt nach Kanada und Südafrika

Die Winterspiele in Vancouver und die Fußball-WM in Südafrika sind die Highlights im neuen Sportjahr. Insgesamt 65 Welt- und 45 Europameisterschaften werden 2010 ausgetragen.

Olympia in Vancouver einer der Höhepunkte 2010. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Olympia in Vancouver einer der Höhepunkte 2010. Foto: Bongarts/Getty Images

16 400 Kilometer - das ist die Entfernung zwischen Vancouver und Südafrika, den beiden Schauplätzen, die 2010 für insgesamt sieben Wochen zum Nabel der Sportwelt werden und auch Hoffnungen auf neue deutsche Triumphe wecken. So sollen Maria bei den 21. Olympischen Winterspielen vom 12. bis 28. Februar in der Traumstadt an Kanadas Westküste Platz eins im Medaillenspiegel von 2006 in Turin wiederholen. Knapp vier Monate später beginnt für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Showdown am Kap. Kapitän Michael Ballack möchte mit seinen Kollegen nach 20 Jahren des Wartens endlich WM-Titel Nummer vier für Deutschland gewinnen.

Bei aller Fußball-Euphorie hierzulande nach der geglückten WM-Qualifikation sind goldene Triumphe aber wohl eher von Deutschlands Wintersportlern zu erwarten. Rund 150 Aktive werden in Vancouver an den Start gehen, und die Erwartungen sind groß. "Wir treten als Titelverteidiger an, sind aber auch glücklich über einen Podestplatz", sagt Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb).

In Turin hatte Deutschland mit elf Gold, zwölf Silber und sechs Bronze die Medaillenwertung vor den USA (9-9-7) gewonnen. Erwartet wird an der Pazifikküste aber vor allem ein starker Gastgeber Kanada, der 2006 bereits auf Platz fünf lag (7-10-7).

DFB-Team visiert vierten WM-Titel an

Einen starken Gastgeber müssen die deutschen Kicker bei der WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) dagegen nicht fürchten. In der Vorrundengruppe D warten Australien (13. Juni), Serbien (18. Juni) und Ghana (23. Juni) als lösbare Aufgaben auf die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. DFB-Präsident Theo Zwanziger verfiel nach der Auslosung sogleich in Euphorie: "Wir haben gute Chancen, zum vierten Mal Weltmeister zu werden."

An den WM-Titel verschwendet die Eishockey-Nationalmannschaft keinen einzigen Gedanken, trotz des Heimvorteils beim Titelkampf vom 7. bis 23. Mai in Mannheim, Köln und Gelsenkirchen. In der Arena auf Schalke will das Team von Bundestrainer Uwe Krupp im Eröffnungsspiel gegen die USA mit 76 000 Fans einen Zuschauer-Weltrekord aufstellen. Erstes Ziel ist der Klassenerhalt, Wunsch der Einzug ins Viertelfinale.

Schumacher-Comeback elektrisiert den Motorsport

Zwei Monate zuvor steht das Comeback eines Mannes im Blickpunkt, der nach mehr als nach dreijähriger Abstinenz (1 239 Tage) wieder in der Formel 1 Gas gibt. Michael Schumacher, erfolgreichster Formel-1-Fahrer aller Zeiten, geht am 14. März in Bahrain an der Seite von Nico Rosberg als "Team Deutschland" mit dem neuen Mercedes-Rennstall an den Start.

"Mein Ziel ist es, am Ende wieder ganz oben auf dem Treppchen zu stehen", sagte der siebenmalige Weltmeister vor der 19 Rennen umfassenden Saison, die am 14. November in Abu Dhabi endet. Mit Spannung erwartet wird der "Länderkampf" gegen England mit Lewis Hamilton und Titelverteidiger Jenson Button im Mclaren.

Erst knapp drei Wochen ist das neue Jahr alt, da steht bereits der erste Höhepunkt an. Vom 19. bis 31. Januar wollen Deutschlands Handballer in Österreich ihren zweiten EM-Titel nach dem Triumph 2004 in Slowenien erringen. Vorrundengegner der Mannschaft von WM-Goldschmied Heiner Brand sind Polen, Slowenien und Schweden.

Keine lange Anreise zum angepeilten Gold hat Deutschlands Sportler des Jahres. Bei der Schwimm-EM in Budapest (4. bis 15. August) geht Doppel-Weltmeister Paul Biedermann ebenso wie Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen als Favorit ins Becken.

Hambüchen greift in Rotterdam nach Gold

Den zweiten WM-Titel am Reck will Kunstturner Fabian Hambüchen vom 18. bis 24. Oktober in Rotterdam gewinnen. Im April steht für Hambüchen noch die EM in Birmingham auf dem Plan, dort ist er Titelverteidiger am Boden und im Mehrkampf.

Nicht mehr aktiv ist Steffi Nerius. Die Sportlerin des Jahres kann sich nach ihrem Speerwurf-Triumph bei der WM in Berlin die EM der Leichtathleten in Barcelona (26. Juli bis 1. August) gemütlich auf dem Sofa anschauen.

© SID

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