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19.04.2006

15:47 Uhr

Allgemein National

Steinbach übergibt sein Amt inoffiziell an Bach

Klaus Steinbach hat inoffziell sein Amt an den ersten Dosb-Präsidenten Thomas Bach übergeben. Offiziell tritt der NOK-Chef erst am 20. Mai ab, wenn der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) gegründet wird.

Klaus Steinbach hat inoffiziell sein Amt als NOK-Präsident niedergelegt und Abschied genommen: "Ich trete ohne Wehmut und mit großer Zufriedenheit ab, weil das NOK und seine Mitarbeiter die Hausaufgaben gemacht haben und selbstbewusst in die Zukunft blicken können", sagte der ehemalige Weltklasse-Schwimmer nach der letzten Präsidiumssitzung in Frankfurt.

Offiziell tritt der NOK-Chef erst am 20. Mai ab, wenn in der Paulskirche der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) gegründet wird, doch die inoffizielle Amtsübergabe an den designierten ersten Dosb-Präsidenten Thomas Bach erfolgte bereits am Mittwoch. Der 52-jährige Steinbach hatte auf eine Kandidatur für den neuen Dachverband verzichtet, der mit dem Deutschen Sportbund (DSB) zusammengeführt wird.

"Von dem neuen Weg überzeugt"

Im Herbst 2002 war Steinbach als Nachfolger von Walther Tröger an die NOK-Spitze gewählt worden und hatte sich nach erstem Zögern voll für die Fusion eingesetzt: "Weil ich von der Richtigkeit dieses Weges überzeugt war", sagt er. "Dass sich dann am 10. Dezember in Köln dafür eine knappe Mehrheit fand, möchte ich mir durchaus mit auf die Fahne schreiben."

Als "wirkliche Erfolgsstory" seiner dreieinhalb Jahre als letzter NOK-Präsident aber bezeichnet er die Konsolidierung der Finanzen. Sie sei aber, wie er betont, vor allem das Verdienst des seit 2003 amtierenden Schatzmeisters Hans-Peter Krämer.

Dieser nannte das Plus von gut 800 000 Euro der letzten Bilanz das "beste Ergebnis der NOK-Geschichte". Seit 2003 sei man nie in den roten Zahlen gewesen, während der DSB weiter von den Rücklagen zehren musste. "Wir gehen als gesunder Partner und modern aufgestellt in die Fusion", stellt Steinbach fest. Das NOK bringt nunmehr ein Vermögen von rund fünf Mill. Euro in den künftigen Dachverband ein.

Steinbach jetzt Ärztlicher Direktor

Er wolle sich nun auf seine Aufgabe als Ärztlicher Direktor in Weiskirchen im Saarland konzentrieren, bekräftigte der Orthopäde. Er wünsche und rate dem deutschen Sport, Bach und seine Mannschaft möglichst geschlossen zu unterstützen, wenn es am 20. Mai um die Wahl des neuen Dosb-Präsidiums gehe: "Meine Unterstützung haben sie zu hundert Prozent."

Letzter Anstoß zur Fusion war das schwache Abschneiden der deutschen Olympiamannschaft 2004 in Athen gewesen: "Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir bei meinen letzten Spielen als NOK-Chef vor wenigen Wochen in Turin Platz eins belegt haben", sagt er und sieht sehr zufrieden aus. Was ihn persönlich betreffe, so hoffe er auf etwas mehr Zeit, wieder selbst Sport treiben zu können. Ambitionen auf andere Ämter in der Sportführung habe er nach derzeitiger Lage nicht.

© SID

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