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15.01.2010

13:10 Uhr

American Football NFL

Cowboys wollen "Wikinger" Favre stoppen

In der NFL richten sich alle Augen auf das Duell zwischen den Minnesota Vikings und den Dallas Cowboys. Im Fokus stehen vor allem die Quarterbacks Brett Favre und Tony Romo.

Tony Romo hat das Sagen bei den Cowboys. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Tony Romo hat das Sagen bei den Cowboys. Foto: Bongarts/Getty Images

Nostalgie ist Trumpf: Wenn in den Play-offs der National Football League (NFL) am Wochenende das Viertelfinale auf dem Programm steht, richten sich alle Augen auf das Duell der Minnesota Vikings mit den Dallas Cowboys. Der schon zu Lebzeiten legendäre Quarterback Brett Favre möchte mit den "Winkingern" den nächsten Schritt zur ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte machen, die Cowboys wollen hingegen endlich wieder an alte Zeiten anknüpfen. Mit dem ersten Play-off-Sieg seit 13 Jahren hatte sich der Abonnement-Meister der 90er-Jahre am vergangenen Samstag das Ticket für die Runde der letzten Acht gesichert.

Auf dem Papier gehen aber die in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagenen Vikings als Favorit in den landesweit mit Spannung erwarteten Showdown am Sonntag. Der erfahrene Fuchs Favre hat die Gefährlichkeit des Gegners längst erkannt: "Dallas ist die Mannschaft der Stunde. Sie sind mindestens so stark wie in den Jahren, als sie die Liga dominierten. Für mich ist die Begegnung völlig offen." Ein Blick auf die Statistiken gibt dem schon zweimal aus dem Ruhestand zurückgekehrten Oldie recht.

Schlechtes Omen für Favre

Sein Gegenüber Tony Romo stellt im Cowboys-Dress gleich serienweise Vereinsrekorde auf und gilt gemeinsam mit Favre und Peyton Manning (Indianapolis Colts) als heißester Anwärter auf den Titel des "wertvollsten Spielers" (MVP) der Saison. Außerdem konnte Favre die Cowboys, die sich angesichts ihrer großen Beliebtheit gern als "America's Team" bezeichnen, in vier Play-off-Partien nicht ein einziges Mal bezwingen.

Während Minnesota die Saison stark begann, doch am Ende nur eine der letzten drei Begegnungen gewann, reist Dallas nach vier Siegen in Folge mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein in den hohen Norden. "Wir sind wieder wer. Vom Talent her können wir jeden Gegner schlagen. Jetzt kommt es darauf an, in der Hölle von Minnesota die Nerven zu behalten", meint Klub-Eigentümer Jerry Jones und warnt sein Team vor der lautesten Kulisse der NFL. Ganz unvorbereitet gehen die Texaner übrigens nicht aufs Feld: Jones spendierte seinem Kader eine Portion Ohrstöpsel.

Sollten die Cowboys die Hürde Minnesota meistern, würdem sie am darauffolgenden Wochenende auf die New Orleans Saints oder den in der NFL Europa gestählten Kurt Warner und dessen Arizona Cardinals treffen, die sich bereits am Samstag gegenüberstehen. Dann empfangen auch die Indianapolis Colts die Baltimore Ravens, die am vergangenen Wochenende die New England Patriots um den deutschen Rookie Sebastian Vollmer bezwangen.

Komplettiert wird die Runde der letzten Acht am Sonntag durch das Duell der seit zwölf Spielen ungeschlagenen San Diego Chargers mit den New York Jets.

© SID

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