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06.01.2007

08:08 Uhr

American Football NFL

Die Außenseiter sprinten Richtung Super Bowl

Titelverteidiger Pittsburgh und andere Top-Favoriten haben sich bereits verabschiedet, das Rennen der verbleibenden NFL-Klubs um den Super Bowl scheint offen wie nie. Heute starten mit den Wildcard Games die Play-offs.

Kein Titelverteidiger, kein Favorit und sechs Greenhorns auf der Quarterback-Position: Vor dem Play-off-Start in der National Football League (NFL) scheint das Titelrennen offen wie lange nicht. Nachdem Meister Pittsburgh Steelers überraschend in der regulären Saison scheiterte, machen sich die meisten der zwölf verbliebenen Teams mehr oder weniger Hoffnungen auf das Erreichen des Super Bowls. Einen kleinen Vorteil genießen die San Diego Chargers, die Baltimore Ravens, die New Orleans Saints und die Chicago Bears als bislang punktbeste Mannschaften - sie greifen erst eine Woche nach den an diesem Wochenende stattfindenden Wildcard Games ins Geschehen ein.

Die Colts in der "Knochenmühle"

Dabei schien der Kampf um die Finalplätze zwischenzeitlich schon vorentschieden. Die Indianapolis Colts und Chicago hatten mit elf (Colts) und zehn (Bears) Siegen nach zwei Dritteln der Saison ihre Anwartschaft auf die Super-Bowl-Teilnahme am 4. Februar in Miami/Florida eindrucksvoll untermauert. Doch beide Teams verloren in der Endphase urplötzlich den Faden. Chicago unterlag am letzten Spieltag den Green Bay Packers zu Hause sang- und klanglos 7:26, Indianapolis verlor gar drei der letzten fünf Begegnungen.

So müssen die Colts nun durch die Knochenmühle der Wildcard Games, wo sie selbst gegen die in letzter Sekunde qualifizierten Kansas City Chiefs nicht als Favorit gelten. Der TV-Kommentator des Sportsenders Espn, Sean Salisbury, brachte die Voraussetzung für einen Sieg auf den einfachen Nenner: "Es gibt nur eine einzige Chance für die kriselnden Colts: Quarterback Peyton Manning muss Gott spielen."

Ironischerweise gelten in der heißen Phase der Saison in Manning und Tom Brady (New England Patriots) nur zwei Spielmacher als meisterschaftsreif. Gleich sechs der insgesamt zwölf verbliebenenen Mannschaften treten mit Quarterbacks an, die in ihrer Karriere noch kein einziges Play-off-Spiel gewannen. Ein weiteres Indiz für die seit Jahren anhaltende Parität der Liga: Sieben der diesjährigen Play-off-Teilnehmer wiesen 2006 eine sportlich negative Bilanz auf.

San Diego leichter Favorit auf den Titel

Folgerichtig ist man im Spielerparadies Las Vegas ratlos. Die Buchmacher führen die seit zehn Spieltagen ungeschlagenen San Diego Chargers mit dem Star-Running-Back Ladainian Tomlinson als Favorit auf den Titel - immerhin mit einer Quote von 3:1. Das bisher weit unter dem Durchschnitt liegende Niveau der Wetteinsätze dürfte allerdings spätestens am Wochenende nach den Wildcard Games anziehen.

Neben der Paarung Colts gegen Chiefs treffen in der Hoffnungsrunde die Seattle Seahawks auf die Dallas Cowboys, die New England Patriots empfangen die New York Jets, und die Philadelphia Eagles bekommen es mit den New York Giants zu tun.

© SID

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