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17.01.2011

08:30 Uhr

American Football NFL

Vollmers Traum vom Super Bowl geplatzt

Der große Favorit auf den NFL-Titel ist aus dem Rennen: Die New England Patriots mit dem deutschen Right Tackle Sebastian Vollmer verloren im Viertelfinale gegen die New York Jets.

Für Sebastian Vollmer und die Patriots reichte es nicht für das NFL-Halbfinale. Foto: SID Images/pixathlon SID

Für Sebastian Vollmer und die Patriots reichte es nicht für das NFL-Halbfinale. Foto: SID Images/pixathlon

Das hatte sich Right Tackle Sebastian Vollmer anders vorgestellt: Seinen Helm unter den Arm geklemmt und am Boden zerstört verließ der 26-Jährige mit gesenktem Haupt das Spielfeld. Der einzige deutsche Profi in der National Football League (NFL) ist mit den New England Patriots vollkommen unerwartet bereits im Play-off-Viertelfinale gescheitert. Am Sonntag verloren die Patriots um Star-Quarterback Tom Brady vor eigenem Publikum mit 21:28 gegen die New York Jets. Vorbei der Traum vom Super Bowl am 6. Februar in Arlington.

"Unsere Leistung war einfach nur enttäuschend. Wir sind ein sehr gutes Team, aber nicht, wenn wir so spielen wie heute. Ich wünschte, ich hätte einen besseren Job gemacht", sagte Brady im Anschluss an die Partie. Man habe zu viele Fehler gemacht, zu wenig Entschlossenheit gezeigt und keinen Rhythmus gefunden. Die Jets hätten dagegen "beinahe alles richtig" gemacht und insbesondere in der Defensive stark gearbeitet, so der dreimalige Super-Bowl-Gewinner.

Während der gesamten Regular Season hatte New England kein Heimspiel verloren und sich mit insgesamt 14 Siegen zum Topfavoriten auf den Gewinn des 45. Super Bowls aufgeschwungen. Entsprechend fiel auch die Reaktion in den amerikanischen Medien aus: "Jets schocken Patriots", titelte USA Today. Die New York Times sprach von selbstbewussten Außenseitern, die immer an ihre Chance geglaubt hätten. Noch im Dezember hatten die Jets nach der 3:45-Niederlage gedemütigt die Heimreise antreten müssen. Dieses Mal verließen sie die Arena in Foxborough als gefeierte Sieger.

Fünf Sacks gegen Brady

Dabei hatten die Gastgeber vor 68 756 Zuschauern den besseren Start erwischt. Shayne Graham brachte den Favoriten im ersten Viertel durch ein 34-Yard-Field-Goal mit 3:0 in Führung. Eine starke Defensivleistung und der bestens aufgelegte Quarterback Mark Sanchez drehten anschließend die Partie zugunsten des Super-Bowl-Champions von 1969. Die Abwehrreihe der New Yorker ließ insgesamt nur zwei Touchdown-Pässe von Brady zu, holte den dreimaligen Super-Bowl-Gewinner aber gleich fünf Mal per Sack von den Beinen. Auf der Gegenseite legte Sanchez mit drei erfolgreichen Pässen in die gegnerische Endzone den Grundstein für den Erfolg.

New York, das zum zweiten Mal in Folge im AFC-Conference-Finale steht, kämpft am Sonntag bei Rekordmeister Pittsburgh Steelers um die Eintrittskarte für den Super Bowl. Der sechsmalige NFL-C

© SID

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