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25.09.2013

03:36 Uhr

America's Cup

Das unmögliche Comeback

VonAxel Postinett

Die Mannschaft von Oracle-Chef Larry Ellison hat das Unmögliche möglich gemacht. Aus einem hoffnungslosen 8:1-Rückstand gegen Neuseeland im America's Cup wurde am Dienstag nach beispielsloser Aufholjagd ein Gleichstand.

Das Emirates Team Neuseeland bereitet sich auf das Rennen mit Oracle vor. AFP

Das Emirates Team Neuseeland bereitet sich auf das Rennen mit Oracle vor.

San FranciscoWas ist wichtiger? Eine trockener Vortrag über Cloudcomputing oder ein dramatisches Segelrennen, das vielleicht einmal als eines der größten Comebacks in die Annalen der Sportgeschichte eingehen wird? Für Larry Ellison war die Antwort am Dienstag schnell gefunden. Der Gründer und Vorstandschef von Oracle verließ das Moscone Konferenzzentrum Richtung San Francsico Bay, wo seine Segelmannschaft im 34. America's Cup um Alles oder Nichts kämpfte.

Für Ellison war es die richtige Entscheidung. Im zweiten Rennen des Tages schlug sein Team den Segler aus Neuseeland und erzwang ein Entscheidungsrennen am heutigen Mittwoch. Neuseeland mit bereits acht Siegen hätte nur noch diesen einen Punkt gebraucht, um die begehrte Trophäe wieder nach Hause zu holen.

Das Problem dabei: Ellison war es eigentlich, der die Rede im zum Bersten gefüllten Veranstaltungssaal D vor über 5000 Zuhörern auf der Hausmesse Openworld seines Konzerns hätte halten sollte. Er schickte einen Vertreter. Eine Welle wütender Tweets schwappte über den Kurznachrichtendienst Twitter, während sich der Raum zügig leerte.

Aber Larry Ellison lässt so etwas kalt. Er ist nicht nur als Exzentriker bekannt und einer der reichsten Männer der Welt. Er ist auch der vorherige Gewinner des America's Cups, Besitzer des Oracle Team USA, fanatischer Segler und Veranstalter der Regatta in der San Francisco Bay.

Er hatte den Pokal nach Amerika geholt und durfte damit die Spielregeln festlegen, wo das Rennen stattfinden wird, wie die Boote gebaut werden. Heraus kamen Millionen Dollar teure High-Tech-Katamarane am Rand des technisch Machbaren. Statt eines flatternden Segels gibt es einen 22 Meter hohen Mast, der an die Tragfläche eines Jumbo-Jets erinnert. Der Flügel katapultiert die filigranen Renner auf Geschwindigkeiten, die effektiv über der jeweiligen Windgeschwindigkeit liegen, wobei sie praktisch komplett aus dem Wasser abheben. Ein tragische Unfall mit Todesfolge hatte die Regatta bereits überschattet und heftige Diskussionen ausgelöst, ob diese „Wasserflugzeuge“ überhaupt noch beherrschbar seien.

Kommentare (1)

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Aks

25.09.2013, 10:15 Uhr

Der Mast is ja 40 Meter hoch, nicht 22...

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