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26.01.2005

08:58 Uhr

Arbeit in Sachen Aufsichtsratumbildung „schlampig und langsam“

Neuer Investor für Borussia Dortmund

VonKatharina Kort und Thomas Knüwer (Handelsblatt)

Borussia Dortmund steht kurz vor dem Einstieg eines weiteren Investors. Dies erfuhr das Handelsblatt von Florian Homm, Hedge-Fonds-Manager und Inhaber von 26 Prozent der BVB-Anteile.

BVB-Großaktionär Florian Homm. Foto: dpa

BVB-Großaktionär Florian Homm. Foto: dpa

DÜSSELDORF. Noch in der ersten Februarhälfte werde sich ein Unternehmer mit mindestens fünf Prozent beteiligen. Wer dies ist, verriet Homm nicht. Außerdem werde der Club in Kürze einen neuen Sponsor präsentieren. Der Kurs des BVB ist seit einer Woche im Aufwärtstrend: Am Dienstag stieg das Papier zeitweilig um zehn Prozent auf 2,50 Euro.

Aus Kreisen des Aufsichtsrates erfuhr das Handelsblatt, dass es nicht bei einem Investor bleiben dürfte. Es existiert eine Liste von ausländischen Unternehmern, die Anteile übernehmen wollen, um sich in Deutschland bekannt zu machen. Der neue Investor allerdings stammt nicht von dieser Liste. Kürzlich erwarb der türkische Geschäftsmann Sadettin Saran Anteile an der Borussia KGaA.

"Schlampig und langsam" empfindet Homm die Arbeitsweise des BVB in Sachen Aufsichtsrat. Ex-Schmalbach-Lubeca-Chef Othmar von Diemar und der Schweizer Ruedi Baer sollten auf seinen Druck in das Gremium einziehen. Doch eine entsprechende Einsetzung der beiden lässt auf sich warten.

Bewegung kommt in den Rückkauf des Westfalenstadions, das derzeit einem Immobilienfonds gehört. Das Club-Management hält den Rückkauf für essentiell um den BVB zu entschulden. "Es könnte sich in wenigen Tagen etwas bewegen", heißt es aus Unternehmenskreisen. Offen sei, ob die Arena über eine Anleihe zurückgekauft wird oder mit Investoren eine Stadiongesellschaft gegründet wird. Als Partner für diese Lösung war die WestLB im Gespräch. Nach Informationen des Handelsblatts ist die Bereitschaft dort aber nicht sonderlich groß.

Unterdessen hat Verteidigungsminister Peter Struck angekündigt, nicht wie geplant in den Wirtschaftsrat und Beirat des BVB einzuziehen. Gründe wurden nicht bekannt.

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